Mehr als 50 Tote durch Tropensturm in Guatemala

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Durch heftige Regenfälle sorgte er aber auch in Costa Rica, Panama, El Salvador und Mexiko weiter für Zerstörungen.

Die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm 'Eta' in Guatemala ist deutlich gestiegen. Erst am Freitag schafften es die Rettungskräfte nach Regierungsangaben, zu den Verschütteten vorzudringen. Die honduranische Katastrophenschutzbehörde Copeco teilte mit, 3000 Menschen in bedrohten Gebieten seien in Sicherheit gebracht worden.

Staatschef Alejandro Giammattei sagte in einer Fernsehansprache, mindestens zwei Flüsse im Land drohten wegen des Sturms über ihre Ufer zu treten. Schnellboote und Hubschrauber sollen die Menschen in den unzugänglichen Gebieten in Sicherheit bringen.

Allerdings konnten die Einsatzkräfte offenbar nicht allen Opfern des Unwetter zügig helfen. "Niemand reagiert. Wir haben die Einsatzkräfte angerufen, aber niemand antwortet", sagte ein Mann aus dem Departement Cortés in einem im Internet veröffentlichten Video.

Hurrikan "Eta" ist an der Karibikküste von Nicaragua auf Land getroffen. "Bitte schickt dringend ein Boot".

Nach einer ergiebigen Regenzeit in den vergangenen Monaten seien viele Böden bereits durchnässt und könnten kaum weiteren Regen aufnehmen, warnte Mario Montoya vom Humboldt-Zentrum. Dadurch steigt die Gefahr von Erdrutschen.

Durch den Tropensturm "Eta" sind in Guatemala mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Die Zahl der Toten wegen starken Regens in Mexiko und Zentralamerika stieg damit laut Schätzungen auf rund 200. Tausende Menschen versuchten sich zu retten oder warteten auf Hilfe. 13 Erdrutsche hätten zu blockierten Straßen geführt. In Guatemala befürchten die Behörden, dass etwa 150 Menschen ums Leben gekommen sind.

Die Regenfälle im Süden Mexikos werden durch eine Kaltfront und das tropische Tiefdruckgebiet "Eta" ausgelöst, das in Mittelamerika schätzungsweise 180 Todesopfer forderte. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. Die Hurrikansaison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November. Als nächstes trifft der Sturm auf die Insel Kuba. "Eta" dürfte nach der Prognose des US-Hurrikanzentrums nun weiter über Honduras und dann erneut auf die Karibik hinausziehen.

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