Die Präsidentenwahl in den USA bleibt eine Hängepartie

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Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg in dieser Woche auf Rekordstände mit mehr als 120.000. Viele Bundesstaaten hatten unter anderem ihre Regeln für die Briefwahl angepasst, um die Wähler nicht einer Infektionsgefahr im Wahlbüro auszusetzen. Die Amtseinführung soll am 20. Januar 2021 stattfinden. "Ich hatte in all diesen Staaten bis spät in die Wahlnacht hinein einen so großen Vorsprung, nur um all den Vorsprung auf wundersame Weise verschwinden zu sehen, als die Tage vergingen", schrieb Trump bei Twitter. Trump (74) hat bereits deutlich gemacht, dass er sich nicht mit einer Niederlage abfinden und sich unter anderem mit einer Klagewelle wehren will. "Vielleicht wird all der Vorsprung zurückkehren, wenn unsere rechtlichen Verfahren voranschreiten!" In allen noch nicht endgültig entschiedenen Bundesstaaten - Pennsylvania, Arizona, North Carolina, Georgia und Nevada - zählen die Wahlhelfer weiterhin Stimmen aus. Der Leiter der Rechtsabteilung von Trumps Team, Matt Morgan, erklärte am Freitag: "Diese Wahl ist nicht vorbei". Mehrere führende Republikaner mahnten, die demokratischen Regeln einzuhalten.

Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. NORTH CAROLINA (15 Stimmen): In dem Ostküsten-Staat lag Trump mit mehr als 76 000 Stimmen vorn, was für Biden kaum noch einzuholen war. Der demokratische Senator Bob Casey sagte dem Nachrichtensender CNN, dass Biden den Staat gewinnen werde. Allerdings bahnte sich ein Konflikt über den Ausschluss bestimmter Stimmen an. Pennsylvanias Republikaner hatten den Supreme Court in Washington am Freitag (Ortszeit) aufgerufen, per Eilanordnung eine Zählung von nach dem Wahltag eingegangenen Briefwahlzetteln zu untersagen. Wahlleiterin Kathy Boockvar sagte jedoch, dass es nur wenige dieser Stimmen gebe und sie das Ergebnis nicht drehen dürften.

In Georgia setzte sich Biden weiter von Trump ab. Inzwischen hat Biden einen Vorsprung von mehr als 7000 Stimmen. Zuvor hatte der Vorsprung nur rund 1.500 Stimmen betragen. Dazu kommen noch einige Stimmen von im Ausland stationierten Militärangehörigen. 170.000 Stimmen standen noch zur Auszählung an, wobei der Großteil davon bis Samstag abgearbeitet sein sollte. Die Auszählung werde "übers Wochenende" weitergehen, so Hobbs. In Georgia baute er seinen Vorsprung auf rund 7200 Stimmen aus.

In dem Staat im Nordosten führte Trump zu Beginn der Auszählung zeitweise mit mehr als 700.000 Stimmen.

Die Nachrichtenagentur AP und der Fernsehsender Fox hatten den Staat recht früh in der Wahlnacht bereits Biden zugeschlagen. Besonderheit: In North Carolina werden sogar noch Briefwahlstimmen gezählt, die bis zum 12. November eingehen - also neun Tage nach dem Wahltag. Alaska, wo es ebenfalls noch kein Ergebnis gab, gilt als sichere Bank für Trump.

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