Biden übernimmt auch in Pennsylvania die Führung

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Am Freitag konnte der Demokrat Joe Biden seinen Vorsprung auf den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump in drei der vier entscheidenden Bundesstaaten allerdings weiter ausbauen. Es sei an der Zeit, den Zorn abzulegen und gemeinsam als eine Nation zu heilen.

Noch werde er aber nicht den Sieg erklären, sagte Biden. Nach dem Gewinn wichtiger Bundesstaaten scheint Biden nur noch wenige Schritte vom Weißen Haus entfernt. November 2020) wählten die Amerikaner ihren neuen Präsidenten für die nächsten vier Jahre - das endgültige Ergebnis ließ auch am Freitagmorgen noch auf sich warten.

In Georgia setzte sich Biden weiter von Trump ab.

Die Auszählung der Ergebnisse der Wahl vom Dienstag ging unterdessen weiter.

Rund 100.000 Stimmen standen in Pennsylvania noch aus, allerdings hatte Biden bei den jüngsten Aktualisierungen seine Position konstant verbessern können.

US-Präsidentschaftswahl: Die Karte mit vorläufigem Stimmenergebnis nach Bundesstaat und Anzahl der Wahlleute nach Kandidat.

Die US-Wahl befindet sich auf der Zielgeraden. Darunter sind beispielsweise solche von Wählern, die nicht in einem Wahlbüro abgestimmt haben, in dem sie registriert waren, sondern in einem anderen. Millionen Amerikaner machten davon Gebrauch. Zuvor hatte der Vorsprung nur rund 1.500 Stimmen betragen. "Vielleicht wird all der Vorsprung zurückkehren, wenn unsere rechtlichen Verfahren voranschreiten!" Zuletzt hatte Trump nur langsam seinen Rückstand aufgeholt. "Diese Wahl ist nicht vorbei", erklärte der Anwalt des Teams, Matt Morgan. Mehrere führende Republikaner mahnten, die demokratischen Regeln einzuhalten.

Zwar gab es bisher keine Gewalt bei den Demonstrationen, deren Größe zudem aktuell überschaubar ist. "Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten", sagte er.

In Pennsylvania übernahm Biden die Führung, wie die Nachrichtensender CNN und Fox News berichteten. Mehr als 95 Prozent der Stimmen sind in Pennsylvania mittlerweile ausgezählt. Trumps ältester Sohn heizte die Stimmung zusätzlich an und forderte einen "totalen Krieg" gegen angeblichen Wahlbetrug.

In Arizona ist Bidens Vorsprung leicht auf 39.000 Stimmen zurückgegangen. Experten wiesen darauf hin, dass bereits 99 Prozent der Stimmen ausgezählt sind und die noch auszuzählenden auf demokratische Hochburgen rund um die Metropole Atlanta entfallen. Die Demokraten haben Georgia seit 1992 nicht mehr gewonnen. Und in Arizona werde Trump die Mehrheit erzielen - "trotz der unverantwortlichen und irrtümlichen" Meldungen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox über eine Mehrheit für Biden in diesem Staat. Andere Medien hielten sich noch zurück. Im Laufe der Auszählung konnte Trump aufholen. In Las Vegas forderten Trump-Unterstützer, die Wahlzettel zu sehen. Derzeit führt Biden mit rund 1500 Stimmen. Laut einem neuen Zwischenergebnis lag Biden mit 4.263 Stimmen in Führung. Besonderheit: In North Carolina werden sogar noch Briefwahlstimmen gezählt, die bis zum 12. November eingehen - also neun Tage nach dem Wahltag.

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