VDMA atmet auf: Maschinenbauer erholen sich

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Eine Monteurin des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen.

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nun kommen vom Heimatmarkt Signale der Hoffnung.

Düsseldorf (Reuters) - Der deutsche Maschinenbau sieht nach einem Ordereinbruch von 30 Prozent im Frühjahr infolge des Corona-Shutdown Licht am Ende des Tunnels. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild.

Zwar wurde das Vorjahresniveau preisbereinigt noch um zehn Prozent verfehlt, wie der Branchenverband VDMA mitteilte.

"Der Tiefpunkt wurde im dritten Quartal eindeutig überwunden - vorerst", erklärte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, am Mittwoch. Das Plus von vier Prozent sei allerdings auch auf den schwachen Vorjahreswert zurückzuführen, sagte Wiechers. Bei den Auslandsorders zeigte sich ein gegenläufiges Bild: Sie sanken aufgrund eines starken Basiseffekts um 16 Prozent zum Vorjahr. Die exportorientierte Branche mit mehr als einer Million Beschäftigten leidet zudem unter der Abschottung internationaler Handelsmärkte und dem Umbruch in der Autoindustrie. Nach neun Monaten steht damit noch ein Minus von 15 Prozent in den Auftragsbüchern.

Die Pandemie hat im Maschinenbau schon Tausende Jobs gekostet. Die Auftragseingänge sanken um 14 Prozent.

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