RKI meldet erstmals knapp 20.000 Corona-Neuinfektionen | BR24

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Das Robert Koch-Institut vermeldet einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen: 19.990 Fälle kamen binnen eines Tages hinzu. Gestern hatte die Zahl bei 17.214 gelegen. Die Zahl der Menschen, deren Tod in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird, liegt damit jetzt bei 10.930.

Die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, lag in Deutschland laut RKI gestern bei 0,81. Ein Infizierter steckt also im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen an. Die Zahl bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befänden. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 0,92. Zum Vergleich: Am Vortag lag er noch bei 0,94. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er zeigt das Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen. 69 Labors meldeten in der vergangenen Kalenderwoche einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben an das RKI. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labors mit 20.799 abzuarbeitenden Proben. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastik-Verbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen. "Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten". Es sei deshalb "dringend geboten", den Einsatz der Tests zu priorisieren. So schlugen in der 44. Kalenderwoche laut RKI etwa 7,3 Prozent der Tests an - der höchste Wert seit der ersten Aprilhälfte. In der 35. Kalenderwoche 35 (bis zum 30. August) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400.000.

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