Dr. Oetker kauft Lieferdienst Flaschenpost

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Der vor vier Jahren gegründete Getränkelieferdienst Flaschenpost wird vom Lebensmittelkonzern Dr. Oetker übernommen.

Nun übernimmt Oetker den schnell wachsenden Lieferdienst Flaschenpost.

Dass der Nahrungsmittelkonzern aus Bielefeld* Flaschenpost aufkaufe, bestätigte ein Sprecher des Familienkonzerns am Montag gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

Der Kaufpreis soll bei einer unglaublichen eine Milliarde Euro liegen. Oetker selbst machte dazu keine Angaben. Mit Oetker und der Radeberger Gruppe im Rücken werde Flaschenpost viel schneller expandieren können - und das nicht nur durch Ausweitung des Liefernetzes. Zum Konzern gehören unter anderem Deutschlands größte Brauereigruppe Radeberger und die Sektmarken Henkell und Freixenet, sowie der Lieferdienst Durstexpress. Für das Start-up, das mit seinem Getränke-Lieferservice erfolgreich wurde, soll eine hohe Geldsumme gezahlt worden sein.

Ein Firmensprecher betonte, Oetker sehe für Online-Lieferdienste eine sehr gute Zukunft und habe sich deshalb zum Kauf entschlossen. Die Übernahme muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Für Heinemann macht der Schritt viel Sinn: "Oetker will die Chancen nutzen, die sich gerade jetzt bieten".

Auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka ist dabei, sein E-Commerce-Standbein zu stärken. Vor einiger Zeit hat sich der Handelsriese an dem rasant wachsenden niederländischen Online-Lebensmittelhändler Picnic beteiligt und beliefert ihn mittlerweile über eine Tochtergesellschaft. Nun will der Konzern einem Bericht des Branchenfachblatts Lebensmittel Zeitung zufolge seine Beteiligung an Picnic International kräftig aufstocken. Edeka stärkt damit sein Online-Standbein, erschließt sich aber auch neue Wachstumsmöglichkeiten im Ausland. So hat beispielsweise der Danone-Konzern im Oktober einen eigenen Online-Shop für seine Baby-Nahrungsmarke Milupa gestartet.

Immer mehr Händler sind offenbar angesichts der Pandemie bereit, auf einen Durchbruch beim Onlinehandel mit Lebensmitteln zu wetten. Da bin ich nach wie vor skeptisch.

Dr. Oetker verfügt neben dem Geschäft mit Nahrungsmitteln auch über ein großes Portfolio von alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken - mit Marken wie Jever oder Selters. Der Lieferdienst stieg 2016 mit einem innovativen Logistik-Konzept in die Branche ein.

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