"Biden Fight Fund": Biden holt Rekordergebnis - und sammelt Geld für Rechtsstreit

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Dort hatten US-Sender und die Nachrichtenagentur AP Biden bereits den Sieg zugeschlagen. Experten halten es allerdings für möglich, dass der Demokrat den Staat noch dreht.

In einer kurzen Ansprache an die Nation zeigte sich Biden siegessicher. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet sagte Wolf: "Eure Stimme macht bei dieser Wahl einen Unterschied aus". Aber wenn die Auszählung beendet sei, werde er als Sieger feststehen. Fast 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale wagte CNN die Prognose: Biden gewinnt.

Den ganzen Tag warteten die USA und der Rest der Welt auf die Ergebnisse aus diesen und sechs weiteren Bundesstaaten, die in der Auszählung der Stimmen noch fehlen. Auch in Pennsylvania will Trump juristisch unter anderem erreichen, die weitere Auszählung der Stimmen auszusetzen, bis eigene Wahlbeobachter besseren Zugang dazu bekommen. In Nevada gelten auch Stimmen, die bis zum 10. November eingehen, aber maximal den Poststempel vom Wahltag am Dienstag tragen. Ziel sei es, die im Wahlrecht des Bundesstaates festgelegte Frist einzuhalten, hieß es in der Klage weiter. Dann jedoch färbte sich die Karte mit Donald Trumps Siegen in den Bundesstaaten immer mehr rot ein. Der Republikaner Trump erneuerte nicht belegte Behauptungen, wonach es massiven Betrug bei der Wahl gegeben habe.

Im Jahr 2016 hatte Trump in Michigan noch gewonnen.

Joe Biden im September 2020 in Wilmington
Getty Images Joe Biden im September 2020 in Wilmington

Die umkämpften Bundesstaaten Michigan und Wisconsin gehen an den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden.

Ungeachtet der noch ausstehenden Ergebnisse will Trump seinen Herausforderer in vier umkämpften Bundesstaaten mit großem Vorsprung geschlagen haben.

Dreht er den Staat doch noch und gewinnt zusätzlich in Pennsylvania und Georgia, käme Trump auf eine Mehrheit und könnte sich somit eine zweite Amtszeit sichern. Die Online-Plattform versah Trumps Nachricht umgehend mit einem Warnhinweis. Hier sind zwar schon 95 Prozent der Stimmen ausgezählt - aktuell liegt Trump aber mit 50,1 Prozent nur ganz knapp vor Biden (48,6). Trump hat am Mittwoch angekündigt, er wolle sich an den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, wenden, um seine Ansprüche auf den Wahlsieg durchzusetzen. "Wir waren dabei, diese Wahl zu gewinnen", sagte der Präsident am frühen Mittwochmorgen und fügte hinzu: "Offen gesagt haben wir diese Wahl gewonnen". Das sei die Aufgabe der Wahlvorsteher. Biden bekräftigte: "Wir ruhen nicht, ehe nicht jede Stimme gezählt ist". Trumps Erklärung habe also rechtlich keinerlei bindende Wirkung, führte Morley weiter aus.

Im Laufe des Mittwochs setzte Trump bereits mehrere Tweets ab, in denen er über die Stimmenauszählung schimpfte und schwere Vorwürfe äußerte. Sein am Dienstagabend noch bestehender Vorsprung sei in einem Bundesstaat nach dem anderen "auf magische Weise verschwunden", schrieb er etwa. Im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania werde "hart daran gearbeitet", schnell eine halbe Million Stimmen "verschwinden zu lassen", behauptete er an anderer Stelle. "Grundlose Anschuldigungen systematischer Defizite, insbesondere durch den amtierenden Präsidenten" schadeten dem "Vertrauen der Öffentlichkeit in die demokratischen Institutionen", erklärte die Mission in Washington. "Amerika braucht es, dass sich Deutschland und andere [europäische] Staaten ihrer Verantwortung bewusst werden und weltweit für Demokratie, Menschenrechte und gegen Korruption eintreten".

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