DAX: SAP bricht wegen schlechter Aussichten um 20% ein (XTB)

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Zu Handelsbeginn an den deutschen Börsen ist es um rund 9 Prozent eingebrochen und damit größter DAX-Verlierer. Man sollte beachten, dass die Entscheidungen über neue Coronavirus-Restriktionen sowie die US-Wahlen wahrscheinlich in den kommenden Tagen die Hauptantriebskräfte für die Bewegungen an den Aktienmärkten sein würden.

Sehr hohe Kursverluste des Index-Schwergewichts SAP haben den Dax am Montag erheblich belastet. Am Markt war die Rede vom "Covid-19-Blues".

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel kam am Montag bisher mit einem Minus von 0,89 Prozent auf 27.037,17 Zähler noch vergleichsweise glimpflich davon. Der Ölpreis ist um mehr als drei Prozent abgerutscht auf rund 40 Dollar 50 pro Barrel Nordseeöl.

Trüb ist die Stimmung auch wegen der stark steigenden Corona-Infektionen in Europa, in den USA und neuerdings auch wieder in China. Die Corona-Lage sorgt weltweit weiterhin für Zurückhaltung bei den Anlegern.

Wegen der steigenden Infektionszahlen hatte sich im Oktober auch die Stimmung in den deutschen Unternehmen eingetrübt, wie das jüngste Ifo-Geschäftsklima zeigte. Mit 97,50 Euro endeten die Papiere des wertvollsten deutschen Konzerns auf dem tiefsten Stand seit Anfang April und büßten letztlich knapp 22 Prozent ein.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer baut sein Geschäft mit Zell- und Gentherapien mit der Milliardenübernahme des US-Unternehmens Asklepios BioPharmaceutical aus. Der Analyst Keyur Parekh von Goldman Sachs wertete den Zukauf als strategisch positiv. Bis zum späten Vormittag dämmten die Anteilsscheine der Walldorfer das Minus auf 18,33 Prozent etwas ein und kosteten zuletzt 102,00 Euro.

Dies ist zugleich der höchste Tagesverlust der Papiere seit dem Jahr 1999 und entspricht einem vernichteten Börsenwert von rund 7 Milliarden Euro und einem Rückgang von 271 Dax-Punkten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,36% schloss 0,1 Prozent tiefer.

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