Formel 1: Vorzeitiges Ende - Reporter-Legende hört bei RTL auf

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Stilles Ende für den Kultreporter: Weil das Coronavirus weitere Einsätze am Rande der Formel-1-Strecken unmöglich macht, tritt Kai Ebel früher ab als gedacht. Der 56-Jährige war 28 Jahre das Gesicht der RTL-Übertragungen der Eliteklasse des Rennsports. Erstmals stand Kai Ebel am 1. Mai 1994 beim Großen Preis von San Marino, bei dem Ayrton Senna unter tragischen Umständen ums Leben kam, für RTL am Streckrenrand und führte Interviews in der Boxengasse. Das bestätigte der Sender "t-online" am Sonntag wenige Minuten vor dem Rennen in Portimao (ab 14.10 Uhr, im Liveticker auf t-online). Über Vierteljahrhundert war er an den Rennstrecken dieser Welt als Reporter unterwegs und interviewte die Fahrer, was ihm auch den Spitznamen "Mister Boxengasse" einbrachte. In seiner langen Karriere als Berichterstatter erarbeitete sich Ebel nicht nur den Respekt des Formel-1-Trosses, sondern fiel bei seinen 498 Einsätzen auch regelmäßig durch seine extravaganten Outfits auf. Vereinzelte Rennen werden beim eigenen Free-TV-Sender Sky Sport News gezeigt.

In der kommenden Saison darf RTL nicht mehr übertragen, Sky sendet dann in Deutschland exklusiv.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist RTL seit der Wiederaufnahme der Rennen mit seinem Team nicht vor Ort, sondern begleitet die Rennen aus dem Studio in Köln - ausgenommen Kult-Reporter Kai Ebel.

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