Geringeres Corona-Risiko in Bus und Bahn? RKI macht eindeutige Aussage

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Die Situation sei insgesamt sehr ernst, sagte Wieler in Berlin. Voraussetzung dafür sei aber die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln. Dennoch müsse damit gerechnet werden, dass sich das Virus in einigen Regionen stark und auch "unkontrolliert" ausbreiten könne, sagte Wieler.

Dem RKI-Präsidenten zufolge finden die meisten Ansteckungen derzeit im privaten Umfeld statt.

Die Fallzahlen stiegen seit Anfang September und auch "immer schneller". Ursache sei, dass sich Menschen vor allem bei privaten Begegnungen ansteckten und das Virus mit nach Hause brächten. Deutlich weniger Infektionen gibt es hingegen durch die Nutzung von Bus und Bahn* - was einerseits auf die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr zurückzuführen sei. Es sei ein "sehr dynamisches Geschehen".

Mit diesem Rekordwert stieg auch der Sieben-Tage-Mittelwert, der ein geeignetes Mittel ist, um Wochenend-Schwankungen auszugleichen, auf über 7000 gemeldete Neuinfektionen am Tag.

Es sei zu erwarten, dass auch immer mehr alte Menschen wieder betroffen sein werden, meint Wieler. Seit zwei Wochen steigt der Probenrückstau erneut an.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern wachse.

Wieler erklärte, er sehe jedoch derzeit keine Veranlassung, die von Deutschland gefahrene Strategie im Kampf gegen das Coronavirus zu ändern. Eindämmung, Schutz und Milderung seien die drei Pfeiler für ein erfolgreiches Vorgehen in der Pandemie, so der RKI-Präsident.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 10.000 verzeichnete Fälle binnen eines Tages gestiegen.

Zuletzt lagen knapp ein Drittel aller vom RKI erfassten Kreise und Städte über dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche (Datenstand 21.10.), ab dem vielerorts verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen greifen. Die Engpässe umfassten etwa die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen.

Deutschland vezeichnet einen neuen Negativ-Rekord bei den Corona-Zahlen: Die Neuinfektionen betragen am Donnerstag 11.287. Allerdings nehme die Hospitalisierung zu, auch weil Menschen über 60 Jahren zunehmend betroffen seien.

In Tschechien müssen von Donnerstagmorgen (06.00 Uhr) an fast alle Geschäfte schließen, wie Gesundheitsminister Roman Prymula am Mittwoch bekannt gab.

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