Deutsche Reisewarnung für ganz Österreich außer Kärnten

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Der grosse Nachbar Deutschland hat die Situation aktuell einiges besser im Griff und setzt nun die gesamte Schweiz auf die Liste der Risikogebiete. Große Teile Italiens, unter anderem die Hauptstadt Rom, sowie ganz Österreich, mit Ausnahme des Bundeslandes Kärnten, wurden auch zum Risikogebiet erklärt. Hinzu kommen einzelne Regionen in Bulgarien, Estland, Kroatien, Schweden, Slowenien und Ungarn. Doch für Urlauber bleibt noch eine Option: die Kanarischen Inseln wurden aus der Liste der riskanten Gebiete wieder gestrichen und die entsprechende Warnung aufgehoben. Als "Gelb" gelten außerdem weiterhin Osttirol und die Enklaven Hinterriß und Jungholz, sowie Kleinwalsertal.

Von Sonnabend an gilt Polen als Corona-Risikogebiet. Seit Tagen steigen die Corona-Neuinfektionen italienweit an. Rückkehr aus den als "Orange" eingestuften Gebieten in die Niederlande ist eine zehntägige Heimquarantäne verpflichtend. Diese Notverordnung sieht vor, dass Einreisende aus Nachbarstaaten nicht wie bis anhin einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, wenn sie sich weniger als 24 Stunden im Bundesland aufhalten. Nicht betroffen von der Quarantänepflicht sind auch Personen, die lediglich über die Flughäfen Wien, Salzburg, Linz und Innsbruck reisen, aber keinen Aufenthalt in Wien oder den genannten Bundesländern hatten. Auch Transitreisende sind von der Quarantänepflicht ausgenommen, allerdings gilt bereits ein Stopp zum Tanken als Aufenthalt in dem Risikogebiet.

In Salzburg warnt man schon seit längerem vor diesem Schritt. Selbst wenn die Region nicht als Risikogebiet gilt, würden sich nach ihrem Urlaub 64 Prozent freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Der bisherige Rekordwert lag bei 7.830 Infektionen innerhalb eines Tages und wurde am Freitag von den Gesundheitsämtern gemeldet. Hinzu kämen 168 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Ansteckung.

Das österreichische Außenministerium sei vorab von den Schritten informiert worden.

Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig: "Die neu angekündigten Reisewarnungen von Deutschland haben weitere dramatische Auswirkungen auf den Tourismus und unsere Wirtschaft in Österreich". Auch innerhalb der Europäischen Union hatte Deutschland bereits für mehrere Länder wie Frankreich, Spanien, Belgien, die Niederlande, Tschechien und die Slowakei als Gesamtheit eine Reisewarnung ausgesprochen.

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