RKI meldet 5.587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland | BR24

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Das sind mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Allerdings sind die Werte nicht miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Den dritten Tag in Folge verzeichnet das Robert-Koch-Institut (RKI) ein jeweils neues Allzeithoch bei der Zahl der täglichen Infektionen. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Freitag 4516 Neuinfektionen. Sie ist aber mit dem Rekordwert im Frühjahr von 6294 am 28. März nicht direkt vergleichbar. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten. Dennoch sind die Zahlen laut Virologen alarmierend, wie sich die Fälle in einer sehr kurzen Zeit weitflächig stark häufen. Da sich diese frühestens in ein paar Tagen auswirken.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 348 557 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.10., 0.00 Uhr). Besonders beunruhigend ist der R-Wert.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 361.974, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9777 - 10 mehr als am Vortag. Am Vortag waren es 6.638 Fälle. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 287 600 Genesene. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

Die höchste Zahlen sind aktuell in Kassel - inzwischen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 100,9.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,40 (Vortag: 1,22). Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

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