Privates Geldvermögen in der Corona-Krise auf Rekordhoch

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Berlin - Die Menschen in Deutschland haben in der Corona-Krise im zweiten Quartal mehr auf die hohe Kante gelegt und von der Erholung an den Aktienmärkten profitiert.

Die Notenbanker treffen auch keine Feststellung über die Verteilung des Geldvermögens, also von Bargeld, Bank- und Spareinlagen, Wertpapieren, sowie von Versicherungsansprüchen der privaten Haushalte. Die Bundesbank registriert Bewertungsgewinne von insgesamt 138 Milliarden Euro bei Aktien, anderen Wertpapieren und Investmentfondsanteilen.

Frankfurt/Main - Nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie ist das Vermögen der Menschen in Deutschland im zweiten Quartal auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro gestiegen. Damit waren die Deutschen in der Summe so reich wie nie "Die durch die Pandemie und die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen ausgelösten Bewertungsverluste bei Aktien im Vorquartal wurden zum großen Teil kompensiert", stellt die Bundesbank in ihrer Analyse fest.

Ferner stockten die Haushalte ihre Anlagen in Bargeld und Einlagen bei Banken um 72 Milliarden Euro (2,8 Prozent) auf. Bis zum Jahresende erwarten die Ökonomen um Michael Stappel eine Sparquote von bis zu 16 Prozent, 2019 lag die Sparquote bei 10,9 Prozent.

Daten der renommierten Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen überdies, dass insgesamt die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte trotz der Covid-19-Pandemie relativ stabil geblieben sind. Dies wäre nach Daten des Statistischen Bundesamtes der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Dazu hätten auch Konjunkturprogramme beigetragen.

Weiterhin beliebt sind auch Versicherungen und andere Produkte zur privaten Altersvorsorge. Auch Nettokäufe von Aktien und sonstigen Anteilsrechten (Beteiligungen) waren mit 16 Milliarden Euro der Bundesbank zufolge ein wichtiger Faktor.

Wie schon in der Vergangenheit nutzen die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen, insbesondere für Wohnungsbaukredite.

Nach Abzug der Schulden, stieg das Geldvermögen ebenfalls deutlich um 236 Milliarden auf netto rund 4722 Milliarden Euro.

Viel stärker aber setzen die Bundesbürger weiter auf Bargeld und Bankeinlagen.

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