"New Start": Putin bietet Verlängerung von Atomabkommen um ein Jahr an

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Vier Monate vor dem Auslaufen des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags hat die US-Regierung einen Vorschlag von Russlands Präsident Wladimir Putin zur Verlängerung abgelehnt. "Wir hoffen, dass Russland seine Position neu bewerten wird, bevor ein kostspieliges Wettrüsten einsetzt". Dies lehnte Moskau seinerzeit als "inakzeptabel" ab. Allerdings machte US-Unterhändler Marshall Billingslea eine Begrenzung oder ein "Einfrieren" des russischen Atomarsenals zur Bedingung. "Wir sind bereit, das gleiche zu tun". "Das wäre ein Gewinn für beide Seiten gewesen".

Kommenden Februar läuft das letzte verbliebene Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA aus.

In dem Abrüstungsabkommen hatten sich Russland und die USA verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe auf maximal 1.550 zu reduzieren - etwa 30 Prozent weniger als im Vorgängervertrag Sort von 2.002. Putin sagte, das Abkommen habe in die vergangenen Jahren seine Hauptaufgabe erfüllt: das Wettrüsten einzuschränken und Waffen zu kontrollieren. Russland sei aber bereit, auch darüber zu diskutieren.

Sollte der "New Start"-Vertrag nicht verlängert und keine neue Vereinbarung geschlossen werden, gäbe es erstmals seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr, das den Bestand an strategischen Atomwaffen begrenzt".

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