Unterschiedliche Angaben zu Trumps Gesundheitszustand nach Corona-Infektion

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Die Ärzte seien sehr zufrieden mit den Fortschritten bei Trumps Behandlung.

Diese Angaben stimmten nicht mit der ersten offiziellen Einschätzung von Trumps Leibarzt und der des Präsidenten selbst überein.

Nach der Infektion mit dem Coronavirus ist US-Präsident Donald Trump (74) nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley wohlauf.

Trump wird seit Freitag im Militärkrankenhaus "Walter Reed" nördlich von Washington behandelt.

Der Präsident habe keinerlei Atemprobleme und bekomme "heute früh keinen Sauerstoff", teilte Conley weiter mit. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie er einen Hubschrauber bestieg, der ihn zum Krankenhaus brachte. Die ersten sieben bis zehn Tage seien die wichtigsten, um den weiteren Krankheitsverlauf zu bestimmen. Auf zusätzlichen Sauerstoff sei er nicht angewiesen. Am Samstag sei Trumps Sauerstoffsättigung erneut auf rund 93 Prozent gefallen.

Conley sagte, Trump habe in der Nacht zu Freitag Fieber gehabt, sei inzwischen aber seit 24 Stunden fieberfrei. Auf die Frage, wie er mit Covid-19 umgehen würde, antwortete Biden am Samstag: "Ich bin hier ein bisschen in einer schwierigen Situation". Alle Werte seien stabil.

Donald Trump mit seiner Frau Melania
Getty Images Donald Trump mit seiner Frau Melania

Conley hatte bereits in der Nacht zu Samstag mitgeteilt, Trump werde mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Trump sei aber noch nicht über den Berg. Zugleich gab sich der Präsident zuversichtlich: "Ich denke, ich werde bald zurück sein". Für Verwirrung sorgte, dass Conley am Samstagmittag von einer 72 Stunden zurückliegenden Diagnose sprach - das wäre Mittwochmittag gewesen. Herausforderer Joe Biden (77) ist derweil negativ auf Corona getestet worden.

"Gestern Morgen waren wir wirklich besorgt. Er hatte Fieber und sein Sauerstoffgehalt im Blut sank schnell", sagte Meadows.

Verschiedene US-Medien berichteten am Samstag zudem, dass der US-Präsident am Freitag unter "Atembeschwerden" gelitten und "im Weißen Haus zusätzlichen Sauerstoff" erhalten habe. Nach Trumps Infektion wurden immer mehr Ansteckungen in seinem Umfeld bekannt. Auch Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien wurde positiv auf das Virus getestet, wie das Wahlkampfteam bestätigte. Einen Monat vor der Präsidentschaftswahl am 3. November wurden persönliche Auftritte des Republikaners bis auf Weiteres abgesagt. Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden setzt seinen Wahlkampf dagegen fort. Wie das Weiße Haus mitteilte, muss er nicht beatmet werden. Dort versammelten sich auf engem Raum mehr als 100 Menschen. Auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass wenige Masken trugen oder Abstand hielten. Laut Fernsehsender CNN umarmten sich Teilnehmer oder schüttelten sich die Hände. Die Nachbesetzung des Richterpostens soll trotzdem planmäßig laufen. "Jetzt fühle ich mich viel besser". Sein Unternehmen habe das Medikament auf Bitten des Weißen Hauses zur Verfügung gestellt. Mit Blick auf Präsidentenwahl sagte Trump, er wolle "den Wahlkampf so abschließen, wie er begonnen hat". Gemeint sind damit Werbespots, die seinen Rivalen Trump angreifen, abwerten oder sonst negativ darstellen.

Die meisten der Betroffenen hatten am vergangenen Wochenende im Rosengarten des Weißen Hauses an einer Veranstaltung zur Nominierung der konservativen Richterin Amy Coney Barrett für einen Posten am Obersten Gerichtshof teilgenommen, bei der Teilnehmer eng beieinander saßen und kaum jemand Schutzmaske trug. Er war zuletzt mehrmals pro Woche zu Events in verschiedenen Städten geflogen. Auch am Mittwoch hatte sich Trump im Bundesstaat Minnesota mit Spendern getroffen.

Trump-Sohn Donald Trump Jr. zeigte sich gegenüber dem Sender Fox News zuversichtlich, dass sein Vater die Corona-Infektion gut überstehen werden.

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