Johnson sieht Kurs als "Gratwanderung"

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Der im Frühjahr schwer an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson spürt nach eigenen Angaben keine Spätfolgen der Krankheit. Bis Weihnachten und vielleicht noch darüber hinaus könne es "holprig" werden, sagte Johnson in einem Interview mit der BBC. Man befinde sich auf einer Gratwanderung, bei der neue, schärfere Beschränkungen gegen eine Absicherung der Wirtschaft abgewogen werden müssten. Und das gelte es abzuwägen, erklärte der britische Premier.

In Sachen Brexit könnten nach der neunten Verhandlungsrunde zwischen EU und Großbritannien über einen Handelspakt am Samstag weitere wichtige Weichen gestellt werden: Am Nachmittag wollen sich Johnson und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen per Video zusammenschalten, um über weitere Schritte zu reden. Ein rasches Ende der Pandemie sei nicht in Sicht. Kritiker, darunter Oppositionsführer Keir Starmer, beschuldigten Johnson, die geltenden Koronaregeln nicht angemessen zu erklären und sie selbst nicht zu kennen. Auch die ständigen Kurswechsel der Regierung ermüdeten die Menschen und sorgten für Verwirrung. Er hat sich jetzt vollständig erholt, sagte Johnson. Gerüchte, dass er sich immer noch nicht vollständig von seiner Infektion erholt zu haben scheint, bezeichnete er als "Unsinn".

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