Facebook und Instagram verschärfen Vorgehen gegen QAnon-Verschwörungstheoriker - Politik

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Die Online-Netzwerke Facebook und Instagram wollen verschärft gegen die QAnon-Bewegung vorgehen, die Verschwörungstheorien verbreitet und US-Präsident Donald Trump unterstützt.

QAnon behauptet, es gebe eine kriminelle Organisation, die die USA beherrsche und sich gegen Präsident Trump verschworen habe. Künftig sollen alle Facebook-Seiten und -Gruppen sowie alle Instagram-Accounts gelöscht werden, die QAnon vertreten, hat das Online-Netzwerk am Dienstag mitgeteilt. Auch mehr als 300 sogenannte Hashtags - also Schlagworte - mit Bezug zu QAnon wurden deshalb in beiden Netzwerken blockiert.

Mitte August hatte Facebook zunächst nur angekündigt, gegen QAnon-Anhänger vorzugehen, wenn sie Gewalt androhen oder sich darüber unterhalten.

Twitter ging bereits im Juli im großen Stil gegen die Verschwörungstheorien-Bewegung vor - und sperrte mehr als 7000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet werden, zudem wurde die Verbreitung von 15 000 weiteren Profilen eingeschränkt. Dieser Gruppe sollen angeblich unter anderem die früheren Präsidenten Clinton und Obama sowie der Milliardär Soros angehören.

In den USA wird die Debatte über derartige Onlinebotschaften angesichts der Präsidentschaftswahl am 3. November besonders intensiv geführt.

Unter den QAnon-Anhängern sind viele Trump-Unterstützer. Zuletzt nahmen Anhänger auch an Protesten gegen die Corona-Restriktionen in den USA teil.

Trump sagte zu QAnon einst, dass er nicht viel über die Bewegung wisse, die Anhänger aber "Leute seien, die unser Land lieben". Facebook und andere Internetunternehmen ergriffen in den vergangenen Monaten bereits diverse Maßnahmen gegen aufwiegelnde, manipulative und irreführende Botschaften auf ihren Seiten.

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