Donald Trump als Patient: Covid, Gold-Edition

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Er und Biden hatten zuvor am Dienstag auf einer Bühne gestanden, bei der ersten von drei geplanten TV-Debatten.

Der Zustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus nach Angaben seines Arztes unverändert gut. "Wenn er noch Covid hat, sollten wir keine Debatte führen", sagte Biden mitereisenden Reportern auf seiner Wahlkampftour.

Trump ist nach seinem Krankenhausaufenthalt wegen der Coronavirus-Infektion wieder im Weißen Haus. Trump werde im Weißen Haus weiter eng medizinisch betreut.

Und während sich Trump weiter als Bezwinger von COVID-19 inszeniert, meldet das Weiße Haus schon den nächsten Fall. Nur vier leitende Angestellte erhielten persönlichen Zugang zum Präsidenten. Trumps Wahl-Herausforderer Joe Biden rief den Präsidenten auf, sich mit seinen Äußerungen an die mehr als 200.000 Familien zu wenden, die ein Mitglied verloren hätten. Trumps Leibarzt Sean Conley sagte am Sonntag, der Zustand des Präsidenten habe sich "weiter verbessert". Das Virus will der 74-Jährige besiegt haben. Doch wenige Stunden nach seinem positiven Corona-Test hatte Trump hohes Fieber und die Sauerstoffsättigung seines Blutes sank unter 94 Prozent, weshalb er zusätzlichen Sauerstoff verabreicht bekam. Seit Freitagabend vergangener Woche war Trump im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda, Maryland, behandelt worden. Gleich im Anschluss nahm er ein Video auf, indem er die Amerikaner aufrief, keine Angst vor dem Virus zu haben. "Die Grippesaison steht bevor!" Viele Leute, manchmal mehr als 100.000, sterben jedes Jahr an der Grippe, trotz der Impfung. Die Online-Plattform schrieb, Trumps Tweet verstoße gegen die Richtlinien zur Verbreitung von irreführenden und potenziell schädlichen Informationen über Covid-19.

Das Wahljahr wurde von der Corona-Pandemie überschattet. Nach Schätzungen der US-Gesundheitsbehörde CDC starben seit 2010 jährlich zwischen 12.000 und 61.000 Menschen an der Grippe. Am Dienstag wurde auch Präsidenten-Berater Stephen Miller positiv getestet, wie Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany im TV-Sender Fox News sagte. "Und ich denke, das wird man in dieser Debatte hören".

Dagegen hatte Trumps Leibarzt Conley kurz vor der Entlassung des US-Präsidenten aus der Klinik gesagt, dass Trump erst in einer Woche über den Berg sein dürfte. Er habe aber alle Kriterien erfüllt oder übertroffen, um aus dem Krankenhaus entlassen zu werden.

Washington. Donald Trump ist zurück im Weißen Haus, er twittert auch wieder in alter Manier. Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten von zuhause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Das führte zu reichlich Verwunderung, da es bislang keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit Corona gab. Das Militär sei unverändert einsatzbereit, zumal die Führung der Streitkräfte ihren Dienst auch an einem "alternativen Arbeitsplatz" nachgehen könne.

In den vergangenen Wochen war er viel durchs Land gereist, hielt Wahlkampfauftritte mit Tausenden Anhängern ab und verzichtete dabei nicht auf engen Kontakt mit anderen Menschen. Sollte er das alles bereits mit dem Wissen eines positiven Tests oder ohne einen negativen Test gemacht haben, wäre das unverantwortlich, weil man davon ausgehen muss, in dieser Phase hoch ansteckend zu sein. Er hatte sich testen lassen, nachdem er am Wochenende leichte Symptome gehabt habe, hieß es.

Während diese alternative Form der Behandlung in Deutschland mit erheblichen Vorbehalten verbunden ist, erfreut sich ein DO in den USA großer Beliebtheit.

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