Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert - Topthemen

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Kreisfreie Stadt Hamm (NRW): Die Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner liegen bei 88,2 und damit immer noch weit über dem Infektionsgeschehen in anderen Städten. In Berlin wird nun ein nächtliches Alkoholverbot gefordert.

Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

► Im Landkreis Vechta (Niedersachsen) liegt der Wert bei 50,1. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,05 (Vortag: 1,00).

Ein Grund ist ein größerer Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim im Bezirk Wandsbek, erklärte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, NDR 90,3.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Vergleicht man die deutschen Zahlen der Johns-Hopkins-Uni mit denen des RKI, dann scheint das RKI in der Erfassung neuer Corona-Fälle hinterherzuhinken. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen.

Der festgelegte Grenzwert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen wird laut Robert-Koch-Institut an mehreren Orten in Deutschland überschritten. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes sind es nun 51,8. Von 23.00 bis 6.00 Uhr müsse dieses für Restaurants, Bars, Clubs und Spätverkaufsstellen gelten, sagte die SPD-Politikerin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. In der Region Latium, zu der Rom gehört, gibt es die Pflicht schon.

Seit Beginn der Corona-Krise sind nach neuesten Angaben des RKI mindestens 294.395 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert worden.

Zuletzt breitete sich das Coronavirus in Berlin stark aus.

In Berlin liegen mittlerweile vier Bezirke über der 50er-Marke: In Friedrichshain-Kreuzberg beträgt der Wert 53,5. Als Infektionsherde sehen die Behörden nicht zuletzt illegale Partys und private Feiern mit enthemmendem Alkoholkonsum. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. In dem Landkreis waren insgesamt 727 Fälle gemeldet, 46 mehr als am Vortag (Stand: 3. Oktober, 9.00 Uhr). Allein dort wurden seit Freitag mehr als 40 Bewohner und Mitarbeiter positiv getestet. Ein für den 4. Oktober geplanter verkaufsoffener Sonntag in Vechta fällt aus. In Hamm sollen deswegen Schutzmaßnahmen ausgeweitet werden, in Remscheid sieht man sich angesichts allmählich sinkender Neuinfektionszahlen hingegen auf einem guten Weg, hieß es am Freitag.

Nach den aktuellsten, zum Ende der Woche vorliegenden Daten der zuständigen Landesbehörden oder Kultusministerien der Länder waren zuletzt knapp 40.000 Schüler und fast 4000 Lehrer wegen Infektionsfällen, Verdachtsfällen oder eigener Infektion in Quarantäne oder als Vorsichtsmaßnahme im Fernunterricht.

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