Cineworld schließt mehr als 600 Kinos in den USA und Großbritannien

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Der weltweit zweitgrößte Kinobetreiber AMC Entertainment, zu dem Cineworld gehört, wird am Donnerstag 536 Lichtspielhäuser in den Vereinigten Staaten und 127 in Großbritannien zusperren.

Die Kinobranche hatte zuletzt große Hoffnungen auf den neuen James-Bond-Blockbuster "No Time to Die" gesetzt, dessen Filmstart aber erneut verschoben wurde.

Anleger suchten das Weite, nachdem Cineworld auch noch ankündigte, nun alle Möglichkeiten zu prüfen, zusätzliche Mittel aufzutreiben. Die Nachricht ließ die Cineworld-Aktie an der Londoner Börse einbrechen. Mit mehr als 600 Mitgliedsunternehmen, die etwa 80 Prozent der deutschen Leinwände bespielen, repräsentieren sie ein breites Spektrum - von kleinen Lichtspielhäusern über Filmkunsttheater und mittelständische Kinos bis hin zu Multiplexen.

Es ist ein Teufelskreis: zuerst waren die Kinos lange geschlossen, dann blieben die Besucher wegen der Angst vor Ansteckung aus, zudem fehlte es an großen Hollywood-Blockbustern, um überhaupt Anreiz für den Kinobesuch zu schaffen.

Leserinnen und Leser dieser Seite fragen sich womöglich jetzt, warum sie Kinoschließungen in den USA und Großbritannien betreffen sollten, haben hierzulande doch die Kinos weiterhin offen.

Nachdem es erst Gerüchte gab, hat die Cineworld Group nun offiziell angekündigt, dass sie im Laufe der Woche vorerst die Kinos wieder schließen wird. Wann die insgesamt 663 Standorte wieder öffnen, ist derzeit noch völlig unklar. Der britische Premierminister Boris Johnson rief am Montag seine Landsleute dazu auf, die Kinos zu unterstützen und die Filme dort zu genießen. Da momentan die Infektionszahlen in vielen Ländern wieder steigen und strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zur Folge haben, ist die Furcht groß, dass auch die wenigen Kinogänger wegbleiben.

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