Bayern: Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots

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Daraus ergibt sich auch, dass die Konsequenzen für Reisende in Deutschland ganz unterschiedlich sind. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz haben Einreisebeschränkungen mit Quarantäneregeln und Pflichttests festgelegt. Andere Bundesländer folgen einer davon abweichenden Systematik.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aktuell die Städte Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen sowie den Landkreis Vechta in Niedersachsen als deutsche Risikogebiete aus.

Zuvor hatte Bätzing-Lichtenthäler die bereits seit dem Frühjahr geltenden Quarantäne-Vorschriften in Rheinland-Pfalz noch ausdrücklich verteidigt.

Risikogebiete- Dieses Jahr gibt´s kleinen Herbsturlaub
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In Schleswig-Holstein gelten derzeit die Städte Hamm und Remscheid sowie die vier Berliner Bezirke als Risikogebiet, nicht aber der Landkreis Vechta. Mit Blick auf das Vorpreschen der Landesregierungen in Kiel und Mainz ergänzte er. Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und das Saarland richten sich bei der Ausweisung von inländischen Risikogebieten nach dem RKI. Es gelten aber Übernachtungsverbote für Hotel- und Pensionsgäste. Demnach wollen sich mindestens elf Länder an die Regelung halten. Dem SWR sagte sie, es mache für ein "Land, das im Herzen von Europa liegt", keinen Sinn, Risikogebiete in Deutschland anders zu behandeln als beispielsweise die direkten Nachbarn in Luxemburg. Auch der Chef der oppositionellen SPD-Fraktion im Kieler Landtag, Ralf Stegner, wandte sich gegen "Alleingängen einzelner Länder". "Wir werden bald so viele betroffene Regionen haben dass die Regel kaum umsetzbar, geschweige denn kontrollierbar ist".

In Berlin beginnen am kommenden Wochenende die zweiwöchigen Herbstferien. Neben Berlin steuert vor allem Frankfurt bei der Zahl der Corona-Infektionen auf die nächste Warnstufe zu.

Das sogenannte Beherbergungsverbot soll von diesem Donnerstag an für Reisende aus allen Gebieten innerhalb Deutschlands mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gelten - nach Angaben Söders mit Ausnahme möglicher innerbayerischer Hotspots. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

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