Deutschland stuft weitere Regionen als Corona-Risikogebiete ein

Einstellen Kommentar Drucken

Zwar wurde diese kurz darauf wieder von der Internetseite gelöscht, das aber nur aus formalen Gründen: Das Robert-Koch-Institut hatte Belgien zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell als Corona-Risikogebiet ausgewiesen.

In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgogne hinzu. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen. In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. In Estland wurde die Region Idu-Viru vom RKI als Risikogebiet eingestuft, in Litauen die Region Siauliu. In Rumänien wurden die Regionen Alba und Cluj auf die Liste der Risikogebiete gesetzt, in Slowenien die Region Koroska.

Für alle neuen Risikogebiete in Europa sprach das Auswärtige Amt in der Nacht zu Donnerstag Reisewarnungen für Touristen aus. Entscheidend für die Einstufung als Risikogebiet ist, dass die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Damit wird nun jedes Land der Welt einzeln bewertet.

Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht auf der Risikoliste steht. Immerhin sind ein paar beliebte Urlaubsziele dabei: Italien, Griechenland, Zypern und Malta.

- "REISEWARNUNG LIGHT": Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Zudem gibt es für die türkischen Urlaubsgebiete am Mittelmeer seit mehreren Wochen eine Ausnahmeregelung.

Die weltweite pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie war am 17. März von Bundesaußenminister Heiko Maas ausgesprochen worden, nachdem zahlreiche Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt worden waren und Zehntausende Deutsche im Ausland festhingen. Jetzt entfällt sie ganz. In Großbritannien wurden Nordirland und Wales zu Risikogebieten erklärt, in Irland das Grenzgebiet zu Nordirland. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Das kann dann eine knappe Woche Quarantäne bedeuten.

Nicht mehr als Risikogebiete gelten demnach die Regionen Sibensko-kninska und Zadarska in Kroatien und der Kanton Freiburg in der Schweiz.

Comments