Musk verspricht Schnäppchen-Tesla - Jahresziele bestätigt ROUNDUP

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Tesla will deutlich billigere Elektroautos vermarkten, kündigte der Tech-Milliardär Elon Musk an. Kunden sollten jedoch geduldig sein.

Elon Musk will einen Tesla zu einem Schnäppchenpreis vermarkten - der auch völlig autonom fahren kann.

"Wir haben kein erschwingliches Auto", sagte er auf dem "Tesla Battery Day".

Bis es so weit ist, müssen sich die Kunden aber noch gedulden, signalisierte Musk am Dienstagabend (Ortszeit) an einer mit Spannung erwarteten Firmenveranstaltung.

Was der E-Auto-Bauer am Dienstag beim "Battery Day" an Verbesserungen vorstellen werde, könne erst nach 2022 in großer Stückzahl gefertigt werden, schrieb Musk am Montag auf Twitter Tatsächlich plane Tesla, bei Panasonic, LG Chem, CATL und möglicherweise weiteren Herstellern mehr Batterien zu kaufen.

Da der schillernde Tech-Milliardär vor allem Zukunftsmusik lieferte, wurden die hohen Erwartungen an das Event, bei dem Beobachter auf bahnbrechende Innovationen bei der Fertigung von Autobatterien spekuliert hatten, letztlich nicht erfüllt. Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Die Aktie seiner E-Wagenschmiede, die in den vergangenen Monaten zum wertvollsten Automobilhersteller der Welt aufgestiegen war, sackte im nachbörslichen Geschäft um sieben Prozent ab, nachdem sie bereits im regulären Handel 5,6 Prozent eingebüßt hatte! Allerdings zählt Tesla mit einem Kursplus von über 400 Prozent im laufenden Jahr noch immer zu den größten Überfliegern am Markt, so dass die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen günstig ist. Mit einem Börsenwert von gut 395 Milliarden Dollar ist der Musk-Konzern aktuell der mit Abstand am höchsten gehandelte Autohersteller weltweit. Der Wasserverband Strausberg-Erkner hat am Dienstag den Entwicklungsantrag für die Anlage genehmigt. Der Beschluss sei möglich geworden, da Tesla den Wasserbedarf im Genehmigungsantrag gesenkt habe und durch die Behörden zusätzliche Entnahmemengen genehmigt worden seien, teilte der Verband mit. Der RBB hatte früher berichtet.

Kritiker befürchten unter anderem die negativen Folgen des Baus der Giga-Fabrik für Natur und Grundwasser und warnen vor einem immensen Wasserverbrauch. Noch im Juni habe der Wasserverband keine positive Prognose für die Genehmigung abgegeben, geht aus Unterlagen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Die Landesregierung hatte erklärt, sie halte die Probleme für lösbar. Tesla reduzierte inzwischen den prognostizierten Wasserverbrauch in der Spitze von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr. Es gibt 406 formelle Einwände gegen die Fabrik, die auf dem Erkner-Treffen erörtert werden. Tesla will dann eine der letzten Hürden für die endgültige Genehmigung überwinden.

Wann grünes Licht für das Projekt kommt, ist offen. Tesla baut derzeit mit einer vorläufigen Genehmigung für einzelne Bauschritte. In Grünheide bei Berlin sollen vom kommenden Sommer an zunächst 500.000 Elektroautos pro Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern gebaut werden. Trotzdem könnte Tesla laut Musk im Jahr 2022 ein Mangel an Batterien drohen, selbst wenn die Zulieferer ihre Produktion drastisch steigerten.

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