Schärfere CO2-Vorgaben führen zu mehr Arbeitsplatzverlusten VW-Chef

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Volkswagen-Chef Herbert Diess warnt vor einem größeren Stellenabbau in der Autoindustrie bei einer Verschärfung der CO2-Richtlinien durch die EU-Kommission.

"Eine schnellere Transformation bedeutet auch, dass mehr Arbeitsplätze und ganze Firmen in bestimmten Bereichen unter Druck geraten oder verloren gehen", sagte Diess der Zeitung "Welt am Sonntag".

Der schnellere Wandel in der Autoindustrie könne aber nur gelingen, wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffe, hiess es weiter. "Solange der Dieselpreis mit nur einem Euro pro Liter lange Zeit niedrig bleibt, wird es schwierig." . Diess' Vorgänger Matthias Müller (67) hatte Ende 2017 eine Abschaffung des Steuervorteils für Dieselkraftstoff ins Spiel gebracht.

Die Autoindustrie muss sich bis 2030 auf strengere Grenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid einstellen.

Ursula von der Leyen, Leiterin der Europäischen Kommission, hatte ein neues EU-Klimaziel vorgeschlagen, um die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken - anstelle der zuvor 40 Prozent verfolgte. Dies bedeutet, dass auch die CO2-Emissionen von Autos noch weiter sinken müssen.

Zugleich würden aber neue Arbeitsplätze entstehen - möglicherweise in ähnlichem Umfang. Er gehe davon aus, dass durch den Übergang zum Elektroauto insgesamt rund 100.000 Jobs bis 2030 in der Autoindustrie wegfallen werden. Das verschärfte Reduktionsziel wurde bereits in diese Berechnung einbezogen.

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