Botswana - Cyanobakterien vermutlich Grund für Elefanten-Massensterben

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Wenn sich die Bakterien bei Algenblüten massenhaft vermehren, kann dies Folgen für die Tiere habe, die aus den Gewässern trinken.

Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass Cyanobakterien die Elefanten im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes töteten. Manche Arten von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Noch sei unklar, warum offenbar keine andere Spezies betroffen sei, sagte Reuben. Eine Erklärung könnte sein, dass Elefanten mit ihrem Rüssel aus tieferen Wasserschichten trinken, wo sich eine höhere Giftkonzentration befunden haben könnte.

In den vergangenen Monaten seien insgesamt 330 tote Elefanten in dem Gebiet in Botsuana gefunden worden, hieß es. Wilderei wurde als Todesursache früh ausgeschlossen, da die Kadaver mit intakten Stoßzähnen gefunden wurden. Auch Anthrax-Bakterien, die früher schon zu Elefantensterben geführt hatten, konnten ausgeschlossen werden. Das Okavango-Delta ist weltweit berühmt wegen seiner spektakulären Landschaften und der reichen Tierwelt.

Diese Nachricht wurde am 21.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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