Wegen Corona-Krise: Lufthansa streich noch mehr Stellen und mustert A380 aus

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Die Lufthansa schrumpft in der Corona-Krise noch stärker als bislang geplant.

Super-Jumbos vom Typ A380 werden nun langfristig am Boden bleiben. Der rechnerische Personalüberhang von zunächst erwarteten 22.000 Vollzeitstellen erhöhe sich, eine genaue Zahl der zusätzlich wegfallenden Arbeitsplätze nannte der Konzern allerdings nicht.

Bis Mitte des Jahrzehnts, so sieht es die Planung vor, soll der Fuhrpark unter anderem um alle 14 A380-Doppelstöcker sowie 17 A340-600-Maschinen reduziert werden.

Mindestens 150 Flugzeuge werden dauerhaft nicht mehr abheben. Grund für die Entscheidungen sei, dass sich der Luftverkehr deutlich langsamer von der Corona-Krise erhole als gedacht. Der Flugverkehr kam zwischenzeitlich nahezu zum Erliegen, der Interkontinentalverkehr ist bislang nur zu einem sehr kleinen Teil wiedergekehrt. Die Lufthansa und die Tochtergesellschaften Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines mussten mit neun Milliarden Euro Staatshilfen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien vor der Pleite bewahrt werden. Einzig die Frachtflüge bringen noch Geld in die Kasse. Gleichwohl verliert das Unternehmen in der anhaltenden Corona-Flaute jeden Monat 500 Millionen Euro liquide Mittel. Diese Zahl soll bis zum Winter auf 400 Millionen Euro sinken, unter anderem mit dem Verzicht auf angemietete Büroflächen.

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