Demo für Aufnahme von Flüchtlinge: "Es reicht! Wir haben Platz!"

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Vor dem Hintergrund des verheerenden Brands im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos will ein breites Menschenrechtsbündnis am Sonntag (14.00 Uhr) in Berlin demonstrieren.

Tausende Menschen haben in mehreren Städten bundesweit gegen den Umgang mit Geflüchteten in Griechenland und für deren Aufnahme in Deutschland demonstriert. Bei der Polizei sind 3000 Teilnehmer angemeldet; die Veranstalter rechneten am Freitag mit mehr als 10 000. Auch den Zugang zum Recht auf Asyl weise man behördlich zurück.

Die Proteste fanden unter dem Motto: "Es reicht!" "Es ist beschämend, dass wir ausgerechnet heute am Weltkindertag zusehen müssen, wie Tausende Kinder in Dreck und Elend ausharren", sagte Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl. Er warf EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen vor, in ihrer Rolle als Hüterin der Europäischen Verträge zu versagen. Griechenland begehe einen permanenten Rechtsbruch und missachte elementare Rechte.

Denn tausenden Menschen, die auf der Suche nach Schutz sind, werde eine menschenwürdige Aufnahme verweigert.

Auch die Organisationen Seebrücke, Fridays for Future und die evangelische Kirche machten sich bei den Protesten für die Flüchtlinge stark.

In Berlin und anderen deutschen Städten sind Tausende Menschen gegen die europäische Flüchtlingspolitik auf die Straße gegangen.

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