Trump kündigt Kommission für patriotische Bildung an ROUNDUP

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Die per Präsidentenerlass gebildete Kommission für patriotische Bildung solle das ändern.

Unserer Jugend wird beigebracht werden, Amerika mit ihrem ganzen Herzen und ihrer ganzen Seele zu lieben. Radikale Demokraten, Medien und andere versuchten, Schulkindern und deren Eltern einzureden, dass sie sich für ihr "Weißsein" schämen müssten, sagte Trump in der Rotunde des Nationalarchivs in Washington. 1776 war das Jahr der Loslösung der 13 Kolonien in Nordamerika von Großbritannien.

In seiner Rede am Donnerstag griff der Präsident speziell das "1619"-Projekt der "New York Times" an". Dieses "ideologische Gift" werde den Zusammenhalt der Gesellschaft auflösen und "unser Land zerstören", wenn es nicht entfernt werde.

Versuch, bei weißer Wählerschaft zu punkten?

Bei Amerikas Gründung sei eine "unaufhaltsame Kette von Ereignissen in Gang gekommen, in deren Folge die Sklaverei abgeschafft, Bürgerrechte errungen, Kommunismus und Faschismus bezwungen und die fairste, gleichberechtigste und florierendste Nation in der Menschheitsgeschichte aufgebaut" worden sei.

Trump erwähnte nicht die fast 250-jährige Phase der Sklaverei in den USA.

In seiner Rede forderten Trumps Maßnahmen gegen systemischen Rassismus Spaltung.

Schon länger gibt es in Amerika eine Debatte darüber, ob Rassismus in Institutionen und Alltag verankert ist - und darüber, inwieweit die frühe Geschichte der Vereinigten Staaten von der Sklaverei geprägt wurde. Diese waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis entfacht worden und wurden seither durch weitere Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze angeheizt.

Vor der Präsidentenwahl am 3. November bezogen Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden klar Position auf verschiedenen Seiten der Debatte. Biden sprach Anfang des Monats davon, dass sich Amerika seiner "Ursünde" der Sklaverei und ihrer Folgen stellen müsse. Trump hat immer bestritten, dass es in den USA oder in Institutionen wie der Polizei strukturellen Rassismus gab.

US-Justizminister William Barr hatte bereits am Vortag der Bewegung "Black Lives Matter" die Diskriminierung und Polizeigewalt gegen schwarze Amerikaner angeprangert, und vorgeworfen, dass sie nicht wirklich am Schicksal der Menschen interessiert sei. Die Bewegung würde "eine kleine Zahl von Schwarzen, die bei Konflikten mit der Polizei getötet werden, normalerweise weniger als ein Dutzend pro Jahr, ausnutzen, um eine breitere politische Agenda zu verfolgen", sagte Barr bei einem Auftritt im konservativen Hillsdale College. "Es gibt keine mächtigere Kraft als die Liebe eines Elternteils zu seinen Kindern - und patriotische Mamas und Papas werden verlangen, dass ihre Kinder nicht länger mit hasserfüllten Lügen über dieses Land gefüttert werden".

Kritik erntete der Justizminister auch für einen Vergleich an dem Abend. Ein landesweiter Lockdown in der Corona-Krise wäre wie Hausarrest, sagte er. "Neben der Sklaverei, die eine andere Art von Einschränkung war, ist das die größte Verletzung bürgerlicher Freiheiten in der amerikanischen Geschichte", behauptete Barr.

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