Peking reagiert mit großer Militärübung ROUNDUP/US-Besuch in Taiwan

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Das Manöver sei "eine legitime und notwendige Aktion, um Chinas Souveränität und territoriale Integrität zu gewährleisten", sagte Ministeriumssprecher Ren Guoqiang in Peking.

Das Verteidigungsministerium in Taiwan meldete am Freitag das Eindringen von 18 chinesischen Flugzeugen, darunter Bomber und Kampfflugzeuge, in Taiwans südwestliche Luftverteidigungs-Identifikationszone (ADIZ).

Als Reaktion auf den Besuch eines hochrangigen US-Diplomaten in Taiwan hat Peking eine ungewöhnlich große Militärübung in der Region gestartet. Peking sei gegen jeden offiziellen Austausch zwischen den USA und Taiwan, "egal unter welchem Vorwand", erklärte das chinesische Außenministerium. Es wurde erwartet, dass Krach unter anderem Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen trifft. Im August war mit US-Gesundheitsminister Alex Azar der höchstrangige US-Vertreter seit Jahrzehnten nach Taiwan gereist. Es handelt sich bereits um den zweiten Besuch eines hochrangigen US-Politikers in Taiwan innerhalb weniger Wochen.

Peking betrachtet die südlich vom chinesischen Festland gelegene Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit der Volksrepublik vereinigt werden soll - notfalls auch mit militärischer Gewalt. Taiwan sei "ausschließlich eine innere Angelegenheit Chinas".

Der Heilige Stuhl hat mit der Republik China, wie Taiwan offiziell heißt, seit 77 Jahren formale diplomatische Beziehungen.

Der Sprecher des Außenministeriums Wang Wenbin sprach sich entschieden gegen den Besuch aus und rief die US-Seite zur Einhaltung des Ein-China-Prinzips und der drei gemeinsamen Kommuniqués auf. Zugleich unterhielt die US-Regierung inoffiziell aber stets freundschaftliche Kontakte zu Taipeh - das schließt Handelsbeziehungen und Waffenlieferungen ein.

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