Börse in Frankfurt: Ruhe am Aktienmarkt vor "Hexensabbat" - Covestro-Spekulation

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Am Tag des sogenannten Hexensabbat herrscht Ruhe am deutschen Aktienmarkt.

Frankfurt/Main - Der Dax ist am Freitag im Zuge des Verfalls an den Terminbörsen wieder unter die 13.200 Punkte gefallen.

Zur Mittagszeit, als die Terminkontrakte ausliefen, hatte er sich noch moderat im Plus bewegt. Letztlich wurde es mit einem Abschlag von 0,65 Prozent eine schwache Börsenwoche. Und da können die Kurse schon mal stark schwanken, weil Investoren die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, noch in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen. Auch für den kleineren Indexbruder MDax mit den dort gelisteten mittelgroßen Aktienwerten ging es am Ende um 0,40 Prozent auf 27.512,91 Punkte bergab. Für Aufsehen und Bewegung sorgt derweil die Spekulation um eine Übernahme des Dax-Konzerns Covestro. Der Aktienkurs schnellte daraufhin um fünf Prozent nach oben - auch wenn Covestro mitteilte, dass man sich gegenwärtig nicht in Gesprächen mit Apollo befinde. Grenke weist die Vorwürfe zurück und will an diesem Freitag dazu detailliert Stellung beziehen. Lufthansa büßten 2,9 Prozent ein. Die MAN-Aktie, die an der Börse sonst ein Schattendasein führt, brach um 16 Prozent ein. Für Anleger, die auf eine gute Abfindung gesetzt hatten, wurde dies eine herbe Enttäuschung. Händler verwiesen auf steigende Zahlen von mit dem Coronavirus Neuinfizierten, vor allem in Frankreich. So büßten Deutsche Euroshop 5,5 Prozent ein und Aroundtown 4,5 Prozent. Fonds, die Indizes abbilden, müssen unter diesen Umständen ihre Portfolios angleichen. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,2 Prozent nach. In New York stand der Dow Jones Industrial zum hiesigen Handelsschluss knapp im Minus. Am Devisenmarkt legte der Euro etwas zu, er wurde zuletzt mit 1,1835 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1797 Dollar festgelegt. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,48 Prozent am Donnerstag auf minus 0,50 Prozent.

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