Lukaku nun doch Eigentor-Schütze — Offizielle UEFA-Änderung

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Köln - So rasant sollten Finalspiele immer sein! Der Rekordtitelträger bezwang den favorisierten italienischen Vizemeister Inter Mailand in einem hochspektakulären und hitzigen Finale von Köln mit 3:2 (2:2) und gewann damit zum sechsten Mal den zweithöchsten europäischen Wettbewerb.

Wer sonst? Natürlich brachte Romelu Lukaku Inter Mailand in Führung.

Lukaku traf damit im elften Europa League-Spiel in Folge. Drei Minuten nach dem Rückstand war es der Uruguayer Diego Godin, der ebenfalls per Kopf traf und den 2:2-Halbzeitstand herstellte. Die UEFA änderte ihre Entscheidung über den Torschützen des 3:2-Siegtores für den FC Sevilla gegen Inter am Freitag Stunden nach dem Abpfiff doch noch und wertete den Treffer offiziell als Eigentor Lukakus.

Am Samstag geht es für den geneigten Fußball-Fan weiter mit dem Finaltag der Amateure, ehe Sonntag mit dem Champions League-Finale Bayern München - Paris St. Germain das große Highlight des Wochenendes ansteht.

Beinahe im Gegenzug setzte sich der belgische Sturmtank Romelu Lukaku im Laufduell gegen Diego Carlos durch, der Sevilla-Verteidiger trat ihm im Strafraum auf die Wade und Lukaku verwandelte den fälligen Elfmeter überlegt und flach unten links (5.). Die Nerazzurri führten durch das 34. Hohe Bälle zu Kopfballtoren zu verwerten, war an diesem Abend aber nicht nur die Stärke von Sevilla und de Jong: In der 36. Minute glich Inter nach Freistoß von Marcelo Brozovic durch Godín aus, der sich am Fünfmeterraum unwiderstehlich hochgeschraubt hatte.

Das ließ Sevilla jedoch nicht lange auf sich sitzen. Mehrfach deutete man über die Flügel Gefahr an, in der 12. Minute wurde dann zugeschlagen. Doch Sevilla schlug früh zurück, als de Jong eine Flanke von Jesús Navas aus fünf Metern einköpfte.

Handanovic war noch dran gewesen, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern, weil die Reaktionszeit zu kurz war.

Doch die Liebesgeschichte zwischen dem FC Sevilla und Inter Mailand begann mit einem Schock für die Spanier. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, wobei das spanische Spitzenteam spielerisch ein leichtes Übergewicht hatte.

Seine beste Zeit hatte de Jong von 2014 bis 2019, als er für PSV Eindhoven in 159 Spielen 94 Tore erzielte. Und dann war da noch Diego Carlos, dem bei beiden Mailänder Toren Fehler unterliefen, der dann aber mit einem verunglückten Fallrückzieher, den Romelu Lukaku ins eigene Tor lenkte, den entscheidenden Impuls zum Sieg gab. Lukaku konnte den Abschluss nur noch ins eigene Tor abfälschen.

Rasant. Turbulent. Umkämpft. Diese Attribute beschreiben das Endspiel - und zwar von der ersten Minute an.

Im zweiten Abschnitt ließen beide Teams ebenfalls nicht nach. Bei Inter Mailand stapfte dagegen der tragische Held Romelu Lukaku bedient vom Feld.

In der Schlussviertelstunde warf Inter noch einmal alles nach vorne, doch vergebens. Getrieben von der Verzweiflung einer drohenden Niederlage griff Inter nun an; Jules Klundé kratzte einen Ball von Victor Moses von der Linie, aber die Italiener wirkten nun hektisch; die ganz große Durchschlagskraft entwickelten sie nicht mehr.

Ein anderes Motiv dieser Fußballnacht war die magische Verbindung, die der FC Sevilla zu diesem Wettbewerb hergestellt hat, mit dem sich andere Klubs so unglaublich schwertun.

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