Großes Gletscherstück am italienischen Mont Blanc droht abzubrechen

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15 Einwohner und mehr als 50 Touristen - mussten am Donnerstag den niederen Teil des Tals "Val Ferret" in der Bergortschaft Courmayeur auf der italienischen Seite des Mont Blancs verlassen. Im Herbst 2019 drohte bereits ein etwa halb so großer Eisblock vom Planpincieux-Gletscher abzubrechen.

Nach Ansicht von Experten könnten rund 500.000 Kubikmeter Eis ins Tal stürzen - das entspricht etwa dem Inhalt von 200 olympischen Schwimmbecken. Dutzende Anwohner und Touristen würden daher im Tal von Val Ferret in der Gemeinde Courmayeur nahe der französischen Grenze in Sicherheit gebracht.

Die Gefahr werde aber wohl nur ein paar Tage bestehen, sagten Techniker der Nachrichtenagentur ANSA. Für die nächsten Tage werden erneut hohe Temperaturen vorhergesagt. Diese wurden daher von Carabinieri und anderen Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Schon im vergangenen September hatte die Gemeinde im norditalienischen Aostatal zwei Straßen gesperrt, weil der Planpinceux-Gletscher einzustürzen drohte.

Dass ein Gletscher in Bewegung ist, sei völlig normal, sagte ein zuständiger Geologe der Zeitung "La Stampa".

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