Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals seit Mai über 1000

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Die Schwelle von 1000 neuen Kronenfällen wurde zuletzt am 7. Mai überschritten. Die erhöhten Infektionszahlen fallen zusammen mit dem Schulbeginn in mehreren Bundesländern sowie mit der Rückkehr von Urlaubern, die sich zum Teil in Risikogebieten aufgehalten haben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 1.045 nachgewiesene neue Ansteckungsfälle gemeldet. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten befürchten eine solche Entwicklung, da sie nicht nur mit einigen schwierigen Maßnahmen berücksichtigt werden kann.

Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler bereits vorige Woche Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Am Donnerstagvormittag (11.00 Uhr) wollte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Infektionsgeschehen und zur Teststrategie äußern. Es mehren sich daher die Stimmen, die davor warnen, eine zweite Infektionswelle könne bereits in Deutschland angekommen sein. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob diese Welle schon da ist - und ob man überhaupt von Wellen sprechen sollte.

Es wird genau überwacht, wie sich der Schulstart in einigen Bundesländern auf den Infektionsprozess auswirkt. Der Unterricht wurde am Donnerstag für fast 240.000 Jungen und Mädchen in Hamburg wieder aufgenommen. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212.022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Morgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr). Nach Schätzungen des RKI hatten am Donnerstagmorgen 195.200 Menschen die Infektion überlebt.

Die Reproduktionszahl lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Dies bedeutet, dass eine infizierte Person im Durchschnitt eine andere Person infiziert. Der R-Wert gibt den Infektionsprozess vor ungefähr eineinhalb Wochen an.

In Deutschland gibt es erstmals seit Mai wieder mehr als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag.

Das RKI spezifiziert auch ein sogenanntes siebentägiges R. Bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger täglichen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99).

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