Lufthansa: Corona-Krise sorgt für Milliardenverlust

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Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Verlust eingebrockt. Der bereinigte operative Fehlbetrag fiel mit 1,7 Milliarden Euro aber knapp 300 Millionen Euro niedriger aus, als die vom Unternehmen befragten Analysten im Schnitt erwartet hatten. Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankt der inzwischen vom Staat gestützte Konzern einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo.

Der Grund: Eine stark gestiegene Nachfrage nach Frachtflügen. In der ersten Linie auf den Langstreckenverbindungen werde es keine schnelle Erholung geben, sagte er. Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens 100 Flugzeuge verkleinern und 22 000 Vollzeitstellen abbauen. Die Lufthansa hat bereits bis Ende Juni die Zahl ihrer Angestellten im Vergleich zum Vorjahr um 8300 gesenkt. Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, sei angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch für Deutschland nicht mehr realistisch, teilte die Lufthansa weiter mit.

"Wir erleben eine Zäsur des globalen Luftverkehrs", betonte Spohr in dieser Hinsicht.

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