Dax verliert leicht - Börse in Frankfurt

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Nach den deutlichen Kursgewinnen zum Monatsauftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag moderate Gewinnmitnahmen verzeichnet.

Der Dax stieg letztlich um 0,47 Prozent auf 12.660,25 Punkte. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 145,86 Punkte, die Umlaufrendite jedoch verharrte auf minus 0,55 Prozent.

Steigende Kurse bei Infineon, Metro, Evonik, Fraport oder Schaeffler prägten zunächst das weiterhin positive Bild, nachdem sich der Dax am Montag auf eine Rally zurück in Richtung der 13.000er Marke begab. "Gesprächsthema bleibt zudem die Debatte in den USA zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues Hilfspaket". Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners sieht genau darin Gefahrenpotenzial: "Ein Scheitern der Verhandlungen könnte einen kleinen Kursschock auslösen".

Am Dienstag wird es nun ein neuer Tag, an dem wohl vor allem Quartalsberichte die Anleger beschäftigen werden - mit Bayer und Infineon stehen zwei Dax-Werte auf der Agenda. Der FTSE 100 in London rückte um 1,14 Prozent vor. Für die Fresenius-Tochter FMC gaben die Analysten zugleich ihre Kaufempfehlung auf, hier fielen die Papiere um 3,7 Prozent. K+S dagegen mischten sich mit 2,2 Prozent unter die Gewinner, was Händler mit einem positiven Quartalsbericht des US-Konkurrenten Mosaic begründeten. Das Bankhaus Metzler stufte sie gleich um zwei Stufen auf "Buy" hoch.

Bayer blickt hingegen vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie fand sich mit einem 2,4-prozentigen Abschlag am Dax-Ende wieder. Laut Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wiegt der Ausblick gemeinsam mit der anhaltenden Unsicherheit um die Klagewelle in den USA schwerer auf der Aktie als ein besser als erwartetes Ergebnis im zweiten Quartal sie zu treiben vermag.

Im MDax gab es am Morgen auch diverse Zahlen. Auch im weiter festen Autosektor profitierten die Daimler-Aktien von einem Analystenkommentar und gewannen 2,8 Prozent.

Bei Evonik dagegen haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. Das operative Ergebnis fiel noch besser aus als die zuletzt schon gestiegenen Analystenschätzungen.

Vonovia schafften es am Mittwoch mit einem Anstieg von mehr als 3 Prozent erstmals in ihrer Geschichte über die 58-Euro-Marke. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiver in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen. Beim Zulieferer Continental, der ein verlustreiches Quartal hinter sich hat, lagen die Papiere aber auch nur auf Höhe der Gewinnschwelle. Das erste Halbjahr des Autozulieferers sei solide gewesen, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi.

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