17:12 | Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

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Seit Wochen schon listet die deutsche Bundesregierung die Türkei als Risikogebiet in Zeiten der globalen Corona-Pandemie.

Nach wochenlangem Zögern hatte die Bundesregierung die seit März geltende Reisewarnung für die Türkei am Dienstag für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla aufgehoben.

Hiervon ausgenommen sind die Provinzen Aydin, Izmir und Muğla in der Ägäisregion sowie die Provinz Antalya in der Mittelmeerregion unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts.

Die Türkei werde von allen Urlaubern und Besuchern einen negativen Corona-Test verlangen, der nicht älter als 48 Stunden sein dürfe, teilte die Bundesregierung mit. So solle verhindert werden, dass Infizierte nach Deutschland einreisten. Bei einer Verschlechterung der Lage könne die Reisewarnung wieder eingeführt werden.

Der türkische Tourismusminister Ersoy begrüßte den Schritt. Diese Regelungen gelten zudem für alle Personen, die aktuell aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, unabhängig von der jeweiligen Destination. Das Land ist eines der beliebtesten Urlaubsziele deutscher Urlauber.

Die Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Dagdelen, hat die teilweise Aufhebung der Reisewarnung kritisiert. Die Entscheidung sei eine "gute Nachricht nicht nur für die Urlauber, sondern auch für die Reisewirtschaft". Dieser Schritt komme "einer Verbeugung vor Präsident Erdogan gleich", sagte Dagdelen der Zeitung "Die Welt".

Am Abend teilte der türkische Gesundheitsminister Koca über Twitter mit, dass es in der Türkei erstmals seit drei Wochen wieder mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen gebe.

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