Nordkorea soll im Besitz von Atomwaffen sein — UN-Bericht

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Nordkorea hat einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge sein Atomwaffenprogramm trotz internationaler Sanktionen vorangetrieben.

In dem Bericht steht laut NHK, dass Nordkorea immer noch nukleares Material herstelle und die Fähigkeiten im Bereich ballistischer Raketen und Ausrüstung weiter verbessere, um sie mit nuklearen Sprengköpfen zu bestücken. Das Land schmuggele zudem raffiniertes Erdöl ein, dessen Volumen weit über der von den Vereinten Nationen festgelegten Obergrenze liege, hieß es. Die Führung Nordkoreas hat erklärt, man habe seit September 2017 keinen offiziellen Atomtest mehr durchgeführt. "Die Demokratische Volksrepublik Korea setzt ihr Atomprogramm fort, einschließlich der Produktion von hochangereichertem Uran und dem Bau eines experimentellen Leichtwasserreaktors", heißt es in dem Bericht weiter.

Trotz internationaler Sanktionen hat Nordkorea offenbar kleine Atomwaffen entwickelt.

Machthaber Kim Jong Un Kim hatte Ende des vergangenen Jahres allerdings betont, dass es niemals eine Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel geben und Nordkorea stetig strategische Waffen entwickeln werde, "solange die USA ihre feindselige Politik" nicht aufgäben. Erst vor wenigen Tagen machte er bei einer Rede deutlich, dass er im Atomwaffenarsenal seines Landes eine Garantie für die Sicherheit sieht.

Die bilateralen Atomverhandlungen stecken seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Trumps mit Kim im Februar 2019 in Vietnam fest. Beide Seiten konnten sich nicht auf einen Fahrplan für die atomare Abrüstung Nordkoreas und die Gegenleistungen Washingtons einigen.

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