Infektiologe warnt: Menschen nehmen Corona nicht mehr ernst genug!

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Das RKI meldete am Mittwochmorgen 684 neue Infektionen binnen eines Tages.

Anfang Mai hatte das RKI diese zuvor regelmäßigen Pressekonferenzen beendet und erklärt, dass es von nun an "anlassbezogen" informieren werde.

Am Dienstag hatte bereits der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln rund um das Coronavirus beklagt. Doch ein Infektiologe warnt, dass die Menschen das Virus inzwischen nicht mehr ernst nehmen. In Deutschland sehe man vermehrt kleinere Ausbrüche, die an vielen Orten gleichzeitig auftreten. "Es sind wirklich leider viele Bundesländer und Landkreise betroffen", sagte Rexroth. Ute Rexroth, Leiterin des RKI-Fachbereichs Surveillance. Zu Übertragungen komme es etwa bei Familienfeiern, Treffen mit Freunden, am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftsunterkünften, Altenheimen und Einrichtungen des Gesundheitswesens, wo schwere Verläufe zu erwarten seien. Damit gibt es rein rechnerisch rund 6.500 aktive Fälle in Deutschland. Doch nach wie vor müsse stark auf Prävention gesetzt werden, betonte Wieler. Dazu zählt Abstand halten, Hygiene und eine Alltagsmaske oder einen anderen Mund-Nasen-Schutz zusätzlich zu tragen, wenn Abstandhalten nicht möglich ist. In Räumen müsse zudem auf eine gute Durchlüftung geachtet werden. "Wir haben es selbst in der Hand, wie sich die Pandemie in Deutschland weiter entwickelt", mahnte Wieler. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei "rücksichtslos "und auch "fahrlässig". Das könne erst im Nachhinein festgestellt werden.

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