Bund soll Kosten für Corona-Tests bei Urlaubern tragen

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Spahn hatte am Montag angekündigt, für Rückkehrer aus internationalen Corona-Risikogebieten mit hohen Fallzahlen eine Testpflicht anzuordnen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte in Berlin, die Kosten würden durch einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Das Geld dafür solle aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds kommen, heißt es nach Informationen des "Spiegel" in einem Entwurf für die geplante Verordnung des Ministers.

Die geplanten zusätzlichen Testmöglichkeiten auf das Coronavirus für Reiserückkehrer nach Deutschland sollen vom Bund finanziert werden. "Niemand solle aus finanziellen Gründen auf sie verzichten". "Wenn die Allgemeinheit jetzt auch für solche Menschen bezahlen soll, die sich durch die Reise in ein Risikogebiet leichtsinnig in Gefahr begeben haben, finde ich das schwierig", sagte er.

Es gebe aber natürlich auch nachvollziehbare Reisen in Risikogebiete, etwa bei familiären Verpflichtungen, räumte der SPD-Fraktionschef ein. Die Tests sollen innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft durch die Gesundheitsämter, auch an Flughäfen, Bahnhöfen oder anderen Reiseknoten, oder bei allen niedergelassenen Ärzten erfolgen.

Die Kosten sollen demnach zunächst die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen - der Bund könnte dies dann aber ausgleichen. "Es ist richtig, dass Einreise aus Risikogebieten verbindlich auf Corona getestet werden", sagte der SPD-Politiker. "Diese kostenfreien Tests schützen alle", betonte der Minister. Das sind bislang rund 140 Staaten, die nach bestimmten Kriterien vom Robert-Koch-Institut entsprechend eingestuft wurden. Nach dem Senat stimmte am Mittwoch auch das Abgeordnetenhaus der Verlängerung zu.

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