Mütter sind beim ersten Kind immer älter

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Im vergangenen Jahr waren Mütter bei der Geburt des ersten Babys in Berlin im Schnitt 30,8 Jahre alt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2018 lag sie noch bei 1,57.

Auch kamen den Angaben zufolge weniger Kinder auf die Welt.

Im Jahr 2010 hatte das durchschnittliche Lebensalter aller Mütter bei der Geburt noch 28,4 Jahre betragen, 1990 waren es laut Statistischem Landesamt in Schwerin 25,2 Jahre.

Bundesweit lag die Geburtenziffer im Jahr 2019 bei 1,54 Kindern je Frau, ein Jahr zuvor betrug sie noch 1,57 Kinder.

Frauen in Deutschland bekommen ihr erstes Kind immer später im Leben.

Den aktuellen Zahlen zufolge nahm die Geburtenziffer in 14 der 16 Bundesländer ab, nur in Bayern (1,55) und Bremen (1,60) blieb sie auf dem Vorjahresniveau. In Bremen und Niedersachsen war die Geburtenhäufigkeit damit am höchsten, in Berlin mit 1,41 Kindern je Frau am niedrigsten.

Im EU-Vergleich der Geburtenziffer lag Deutschland 2018 auf dem 13. Platz. 1990 hatte die Geburtenzahl im Land noch bei 23 500 gelegen, war danach aber dramatisch eingebrochen und in manchen Jahren sogar unter 10 000 gesunken. Jünger waren die Erstgebärenden nur in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 28,9 Jahren. Die höchste wurde mit 1,88 Kindern je Frau in Frankreich und die niedrigste mit 1,23 Kindern auf Malta gemessen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juli 2020 um 11:00 Uhr.

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