Fall Jeffrey Epstein: Trump wünscht Ghislaine Maxwell alles Gute

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Angesprochen auf die Causa Maxwell, erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe sie etliche Male getroffen und wünsche ihr alles Gute.

Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell war Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden.

Ghislaine Maxwell soll bereits in den 90er-Jahren dafür gesorgt haben, dass unter anderem der schwerreiche Jeffrey Epstein mit jungen Mädchen zur Befriedigung seiner sexuellen, pädophilen Neigungen versorgt wird. Wie eng das Verhältnis von Trump mit Epstein und auch Maxwell war, ist noch nicht geklärt. Ihr wird vorgeworfen, dem inzwischen verstorbenen Milliardär minderjährige Mädchen zugeführt zu haben. US-Präsident Trump kannte Maxwell persönlich. Epstein pflegte über die Jahre Kontakte zu vielen prominenten Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft, darunter Trump, Expräsident Bill Clinton, Prinz Andrew aus Großbritannien und Unternehmer Leslie Wexner. Auf die Anklagepunkte stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Die 58-Jährige sitzt in Haft, vergangene Woche wurde ihr Antrag auf Freilassung gegen Kaution wegen Fluchtgefahr abgewiesen.

Maxwell soll laut den Ermittlern an dem Missbrauch teilweise auch selbst beteiligt gewesen sein. Die gegen Maxwell erhobenen Anschuldigungen beziehen sich auf drei mutmaßliche Opfer und den Zeitraum zwischen 1994 und 1997. Maxwell weist die Vorwürfe zurück und hat auf nicht-schuldig plädiert. Es gibt Vermutungen, dass Maxwell über massiv kompromittierendes Wissen verfüge und über mächtige Personen, die in Epsteins Sexring involviert waren, im Tausch für Strafminderung auspacken könnte. Das jüngste Opfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 14 Jahre alt. Sie muss sich unter anderem wegen "Verschwörung mit Jeffrey Epstein wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen", "Missbrauchs von Minderjährigen" und wegen "Meineids" verantworten.

Der Investmentbanker wurde im Juli 2019 festgenommen und im August tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Ihr drohen bei einer Verurteilung bis zu 35 Jahre Haft. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm der 66-Jährige sich das Leben.

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