Busfahrer in Oldenburg angegriffen

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Als ein Busfahrer in Oldenburg zwei Männer auf ihre Pflicht hinweist, gegen die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus eine Schutzmaske zu tragen, wird er von den beiden zunächst beleidigt. Die beiden Tatverdächtigen hatten am vergangenen Donnerstag gegen 23 Uhr den Fahrer eines Linienbusses beleidigt und geschlagen, nachdem dieser sie mehrfach vergeblich auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Bislang konnten die Männer noch nicht gefasst werden.

Die Polizei werfe den beiden Flüchtigen Beleidigung und Körperverletzung vor und werte das Videomaterial aus einer im Bus installierten Überwachungskamera aus. Als der Busfahrer die Türen des Busses schließt, um die Männer der Polizei zu übergeben, eskaliert die Situation. Aufgrund von Diskussionen mit uneinsichtigen Fahrgästen habe in den Zeiten der geltenden Maskenpflicht wiederholt die Polizei zur Schlichtung hinzugerufen werden müssen. Daraufhin schlugen die Männer auf den Busfahrer ein und verletzten ihn laut Polizei "leicht", aber doch stark genug, dass der Busfahrer vorerst arbeitsunfähig geschrieben ist. Anschließend öffneten sie gewaltsam die Tür und flüchteten. In der Folge hätten die Männer auf den Busfahrer eingeschlagen. Dabei wurde ein Busfahrer leicht verletzt.

Carsten Atzler, Vertriebsleiter der betroffenen Verkehr und Wasser GmbH (VWG), wies im Bericht des NDR darauf hin, dass der Fall des attackierten Busfahrers kein Einzelfall sei. "Teilweise musste auch dort die Polizei hinzugezogen werden", so Atzler. Der Busfahrer war am Tag darauf für hirntot erklärt worden und starb am 10. Juli, fünf Tage nach dem Angriff.

Anfang des Monats hatte ein Fall im französischen Bayonne für Entsetzen gesorgt. Auch er hatte auf der Maskenpflicht in Bussen bestanden. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest. Tausende gingen auf die Straße und demonstrierten gegen Gewalt.

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