US-Gericht: Brisantes Enthüllungsbuch von Trump-Nichte darf erscheinen

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Muss Donald jetzt zittern? Der Oberste Gerichtshof in Poughkeepsie, New York, lehnte den Antrag auf Einstellung der Veröffentlichung ab und hob die einstweilige Verfügung gegen die Autorin Mary Trump und ihren Verleger Simon & Schuster vom 30. Juni auf.

Wie Richter Hal Greenwald zur Begründung schrieb, wäre es nicht zweckdienlich, die Veröffentlichung zu untersagen. Zudem habe das Verfassungsrecht Vorrang über Verträge, insbesondere das Recht auf Redefreiheit aus dem Ersten Verfassungszusatz. Die Corona-Pandemie, die Gefahr einer Rezession, die immer tieferen Gräben in der Gesellschaft, Donald Trumps Neigung, die Lager gegeneinander auszuspielen, und seine eigene Unsicherheit, was die Zukunft des Landes angehe, hätten zu einer beispiellos katastrophalen Lage geführt, schrieb Mary Trump in "Too Much and Never Enough, How My Family Created The World's Most Dangerous Man" ("Zu viel und nie genug - Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschaffen hat"). Diese sei im Zusammenhang mit der Nachlassregelung ihres Großvaters geschlossen worden - also dem Vater des US-Präsidenten.

Das Titelbild des Enthüllungsbuches "Zu viel und nie genug - Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt geschaffen hat" und ein Porträt der Autorin Mary L. Trump. Der Präsident hat die geplante Veröffentlichung mit Verweis auf die Vertraulichkeitsvereinbarung als rechtswidrig bezeichnet. In Deutschland bringt der Heyne-Verlag das Werk am 31. August auf den Markt. Richter Greenwald befand nun, dass nur der finanzielle Aspekt zur Nachlassregelung vertraulich gewesen sei. Mary Trump ist promovierte Psychologin und die Tochter von Donald Trumps Bruder Fred, der im Jahr 1981 verstorben ist.

Qualifikationstest für das Studium?

Zahlreiche US-Medien hatten bereits vorab aus dem Buch berichtet, in dem Mary Trump dem US-Präsidenten unterstellt, ein Narzisst zu sein. Das Weiße Haus hat den Vorwurf als "absurd und vollkommen falsch" zurückgewiesen. Zudem attestiert sie ihrem Onkel, ein Narzisst zu sein.

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