Busfahrer in Frankreich nach Corona-Angriff gestorben

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Am Sonntag wurde ein Busfahrer in Frankreich brutal angegriffen, weil er zwei junge Männer zum Tragen einer Maske aufforderte.

Zwei Männer hatten den Busfahrer am Sonntag im südwestfranzösischen Bayonne nach Angaben der Ermittler so heftig geschlagen und getreten, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt werden musste. Der 58-Jährige starb gestern an den Folgen seiner Verletzungen.

Innenminister Darmanin sprach von einer abscheulichen, unaussprechlichen Tat.

In Frankreich herrscht nach dem tödlichen Angriff auf einen Busfahrer Entsetzen. Ihr Vater sei am Freitagnachmittag gestorben, teilte die Tochter der Nachrichtenagentur AFP mit. Sie wollten ohne Atemschutzmasken und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen. Die Polizei hat vier Verdächtige festgenommen. Die Zurückgewiesenen griffen den Fahrer an. Gegen sie werde wegen Totschlags beziehungsweise unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Am Mittwochabend hatten sich in Bayonne rund 6000 weiß gekleidete Menschen zu einem Marsch für den Busfahrer und seine Angehörigen versammelt.

Der Bus fuhr für einen Verkehrsverbund in der ländlichen Region im Département Pyrénées-Atlantiques. Darmanin äußerte sich bei einem Besuch in der Stadt Bayonne. Der neue Premierminister Jean Castex versicherte, dass die Justiz "die Täter dieses verabscheuungswürdigen Verbrechens bestrafen" werde. "Dieser barbarische Akt erfordert die schärfsten Sanktionen gegen die vier Täter", forderte der konservative Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi. "Ich denke an seine Frau und seine Kinder und fordere schwere Strafen für diese Mörder", erklärte der konservative Abgeordnete Éric Ciotti.

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