SAP mit unerwartet starkem zweiten Quartal

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Der Softwareriese SAP kommt bisher gut durch die Corona-Krise. Vor allem das Geschäft in Asien war damals schwer betroffen, erholte sich aber überraschend schnell, sodass SAP nun für das zweite Quartal deutlich bessere Zahlen vorlegen kann als erwartet. SAP ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 160 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands. In diesem Jahr zog der Aktienkurs trotz des Corona-Crashs auf Xetra-Basis bereits um sieben Prozent an. Seit Sommer 2015 hat sich der Kurs in etwa verdoppelt. Analysten hatten rund 1,8 Milliarden Euro erwartet - doch das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Die operative Marge kletterte um 1,6 Prozentpunkte auf 28,9 Prozent. Die breite Angebotspalette des Konzerns spiele eine entscheidende Rolle für die Digitalisierung bei den Kunden.

Die Softwarelizenzerlöse lagen laut SAP zwar noch unter dem normalen Niveau und sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent, doch das Cloud-Geschäft konnte dies wettmachen. Da die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal allgemein deutlich stärker als im ersten Quartal waren, sei auch bei SAP von April bis Juni mit einem größeren Rückgang zu rechnen gewesen. Die Nachfrage nach digitalen Logistikketten, E-Commerce, der Cloudplattform und nach Lösungen der Marktforschungstochter Qualtrics sei weiterhin hoch. Experten hatten mehrheitlich mit einem Rückgang gerechnet. Analysten hatten mit einem noch herberen Dämpfer gerechnet. Im ersten Quartal waren die lukrativen Einmalverkäufe wegen der Corona-Pandemie bereits eingebrochen. Weitere Details zum abgelaufenen Quartal will SAP am 27. Juli bekannt geben. Nachdem sich die Corona-Krise im letzten Monat des ersten Quartals weltweit deutlich auf die Wirtschaft ausgewirkt habe, sei die Geschäftstätigkeit im Laufe des zweiten Quartals allmählich wieder angezogen, hieß es.

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