Corona-Infektionen in Tulsa steigen nach Trump-Kundgebung an

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Obwohl die Veranstaltung nicht so groß konzipiert ist wie in Tulsa, könnte sie Tausende Trump-Fans aus den umliegenden Neuengland-Staaten Maine, Massachusetts und Vermont im Nordosten der USA anziehen, wo die erste Coronawelle inzwischen abgeebbt ist.

Masken trugen die meisten seiner Anhänger keine. Eine Verbindung zu "mehreren Großereignissen" ist laut Gesundheitsbehörde wahrscheinlich.

Rund zweieinhalb Wochen nach der umstrittenen Wahlkampfkundgebung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma ist in der Stadt eine deutlich erhöhte Rate von Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Bereits an den beiden Vortagen waren es jeweils mehr als 200 neue Fälle gewesen. Laut Gesundheitsamt sind in den vergangenen Tagen mehr als 500 Infektionen registriert worden - man könne da einen Zusammenhang herstellen, sie die Behörde.

Der Präsident der Vereinigten Staaten ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

In den ersten beiden Wochen nach der Trump-Veranstaltung war zwar noch ein Rückgang der Neuinfektionen in Tulsa festgestellt worden. Bei einer Coronavirus-Infektion kann es allerdings rund zwei Wochen dauern, bis sich Symptome zeigen.

Nach Corona-Rekordzahlen in den Vereinigten Staaten zeichnet sich in dem Land weiter keine Entspannung ab. Er setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Großveranstaltung die Ausbreitung des neuartigen Virus befördern könnte.

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Trump war auch nach dem Event heftig dafür kritisiert worden, Tausende Menschen in einer Halle zu versammeln, in der das Tragen von Masken nicht verpflichtend war.

Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen in den USA hatte zuletzt die Schwelle von drei Millionen überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwochabend (Ortszeit) wurden binnen 24 Stunden weitere 55.000 Infektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle lag bei rund 3,046 Millionen. Eine Reihe von Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Arizona verzeichneten auch am Mittwoch hohe Infektionsraten, teilweise wurden Intensivbetten in Krankenhäusern knapp.

Auch wurden weitere 833 Todesfälle gezählt, die Gesamtzahl der im Land erfassten Todesopfer wuchs damit auf 132.195. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, begründete das am Mittwoch erneut damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

Der Kommunikationsdirektor von Trump Mutt, Tim Muttrey, sagte, die Kundgebung des Präsidenten 18 Der Tag fand früher statt, alle Teilnehmer ließen ihre Temperatur überprüfen, alle wurden mit Masken versehen und viele Händedesinfektionsmittel standen für alle zur Verfügung.

An diesem Samstag will Trump auf dem Flughafen von Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Tausenden Anhängern sprechen - diesmal im Freien.

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