Emre Can über Jadon Sancho: "Muss schlauer sein und erwachsener werden"

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Es hat nicht lange gedauert, nachdem Emre Can im Januar den Arbeitgeber wechselte und sich Borussia Dortmund anschloss, bis sich der 26-Jährige als ein Wortführer präsentierte. "Wenn man die Punkteausbeute in der Rückrunde sieht, da haben wir bis auf zwei Spiele immer gepunktet".

Dennoch gab es nach dem Hertha-Spiel, das die Vize-Meisterschaft und die Qualifikation für die Champions League ein gutes Stück wahrscheinlicher gemacht hat, kraftvolle Rückendeckung für den Schweizer. "Wir müssen auf uns selber schauen". Berlins Darida war enttäuscht: "Leider ist das Ergebnis nicht gut für uns".

Vor dem Anpfiff hatten beide Mannschaften am Mittelkreis und auf den Auswechselbänken mit einem Kniefall ein starkes Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Schon nach Veröffentlichung der Friseur-Fotos nahm Zorc auf der Pressekonferenz vor dem Hertha-Spiel Insbesondere Sancho in Schutz. Die Gastgeber hatten zwar viel Ballbesitz, gegen die gut organisierten Berliner konnten sie damit aber nicht viel anfangen. Dem BVB-Spiel mangelte es an Kreativität und Tempo. Durch Achraf Hakimi (8.), Thorgan Hazard (21.) und Julian Brandt (23.) ergaben sich nur Halbchancen.

Nach dem Wechsel fanden die Dortmunder, bei denen Mario Götze wegen der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes fehlte, mehr Lücken. Jadon Sancho war nach der Friseur-Affäre mit anschließender Geldstrafe zwar bemüht, agierte zunächst aber auch glücklos. Die Gäste, bei denen nach einer halben Stunde der angeschlagene Javairo Dilrosun durch Alexander Esswein ersetzt wurde, agierten nach ihrer jüngsten Erfolgsserie mit Selbstvertrauen und hatten das Geschehen in der ersten Hälfte meist unter Kontrolle. Die von Can in Abwesenheit von Hummels (gesperrt) organisierte BVB-Abwehr ließ in den ersten 45 Minuten nichts zu. Sancho vergab aus kurzer Distanz (51.), Brandt spielte danach eine Überzahlsituation schlecht aus (53.). Esswein verpasste nur knapp die Führung (56.). "Es ist manchmal nicht einfach für uns, aber wir versuchen das zu handeln", sagte Zorc nun über den Umgang mit dem Youngster, der laut Zorc aus einer "neuen Spieler-Generation" kommt. Can traf dann schließlich nach einer Kopfballablage von Brandt mit einem überlegten Flachschuss in rechte unter Eck zum 1:0. Nach der Führung boten sich dem BVB mehr Räume, da die Hertha nun offensiver agierte.

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