Verdächtiger im Fall Maddie ist gebürtiger Würzburger | BR24

Einstellen Kommentar Drucken

Im Fall Maddie gilt: "Für einen Haftbefehl oder eine Anklage reicht es noch nicht aus", so Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Seit 13 Jahren sind sie im Ungewissen über das Schicksal ihrer Tochter.

13 Jahre nach dem Verschwinden Madeleine McCanns wird nun gegen einen Deutschen wegen Mordes ermittelt. Am Abend des 3. Mai 2007 aßen die Eltern mit befreundeten Paaren in einem Restaurant der Anlage. Sie ließen ihre drei Kinder schlafend im Ferien-Apartment zurück.

"Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist", hatte Wolters am Donnerstag mit Blick auf Maddie bekräftigt. Prominente setzen vier Millionen Euro als Belohnung für Hinweise aus. Dieser bestreitet die Vorwürfe. Die Eltern erklärten, das Geld ausschließlich für die weitere Suche nach Madeleine einzusetzen. Die Ermittler gingen tausenden Spuren und Hinweisen nach - bis heute erfolglos. Die Eltern hätten die Leiche verschwinden lassen. Polizeiliche Nachforschungen mit Phantombildern ergeben nichts. "Er war immer ein bisschen wütend, ist die Straße schnell hoch und runter gefahren und eines Tages, so um 2006, verschwand er ohne ein Wort", berichtete die Frau dem britischen Sender Sky News. Es gab demnach viele Indizien, der entscheidende Beweis fehle aber noch. Akten dazu liegen aber dort offenbar nicht mehr vor.

Nach Ingas Verschwinden suchten Polizei und Helfer mehrfach große Waldstücke nach dem aus Schönebeck stammenden Mädchen ab. Sie hatten sich mit teils emotionalen Aufrufen immer wieder an die Öffentlichkeit gewandt, um Informationen über den Verbleib ihrer Tochter zu erhalten.

Dabei traten Kate und Gerry McCann auch im deutschen Fernsehen auf. Das BKA Wiesbaden ist sich sicher, dass Christian B. das kleine Mädchen 2007 in Portugal entführte*.

Hat Christian B. auch etwas mit dem Verschwinden von Inga zu tun?

Der damalige britische Premierminister David Cameron kündigt neue Ermittlungen an. Das Team überprüft zwei Jahre lang insgesamt 30.500 Schriftstücke.

Wie kamen die Ermittler auf die Spur des neuen Tatverdächtigen? Er sei der Polizei gemeldet worden, doch für eine Verhaftung habe es nicht genügend Beweise gegeben.

Es ist ein Fall, der längst Kriminalgeschichte geschrieben hat, der Ermittler europaweit über Jahre hinweg beschäftigte, der wildeste Theorien hervorbrachte - und der nun vielleicht endlich zu einem Abschluss kommen könnte.

Laut dpa lebte der 43-jährige Verdächtige im Zeitraum des Verschwindens der dreijährigen Madeline McCann an der portugiesischen Algarve. Vier Beamte von Scotland Yard seien weiter mit den Ermittlungen befasst.

Mehr zum Fall Maddie McCann:Zeuge gesucht!

April 2019: Netflix veröffentlicht eine Dokumentation über den Fall - ohne die Teilnahme von Kate und Gerry McCann. Daraus können sie entnehmen, dass wir davon ausgehen, dass das Mädchen tot ist. Sie beschuldigen im Gegenzug die Macher der Dokumentation, die Ermittlungen mit ihrer Serie zu behindern. Die Ermittler bitten außerdem Personen, die zum Zeitpunkt von Madeleines Verschwinden an der Algarve lebten oder Urlaub machten, Fotos und Videoaufnahmen auf einem Hinweisportal hochzuladen.

Comments