Maddies Eltern reagieren "dankbar" auf Ermittlungen gegen deutschen Verdächtigen

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Mehr als zehn Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Maddie aus einem Ferienort in Portugal gibt es einen Verdächtigen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hält das britische Mädchen für tot.

Das Verschwinden von Maddie McCann vor 13 Jahren erschütterte die ganze Welt! Britische Behörden gehen weiterhin von einem Vermisstenfall aus. Nach ihrem Verschwinden suchten Polizei und Helfer mehrfach große Waldstücke nach dem aus Schönebeck stammenden Mädchen ab.

Aktuell sitzt Christian B. wegen Vergewaltigung einer amerikanischen Touristin in Kiel im Gefängnis.

Die Eltern McCann wandten sich immer wieder an die internationale Öffentlichkeit, um an neue Hinweise zu Maddies Verschwinden zu gelangen. Sie wollten endlich die Wahrheit über das Schicksal ihrer Tochter erfahren. Er soll sich damals in der Nähe des Appartements der Familie McCann merkwürdig verhalten haben. Sie wurde trotz jahrelanger Ermittlungen durch portugiesische und britische Polizisten und Nachforschungen der Eltern nie gefunden.

Anwohner berichten, dass die Polizei damals an drei Tagen das Gelände regelrecht umgegraben hat. Die Eltern waren an dem Abend in einem nahe gelegenen Restaurant essen. Die Eltern wünschten sich, zu erfahren, was mit ihrer Tochter geschehen ist, "um Frieden zu finden und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen", so der Sprecher. Am Mittwochabend hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend bekannt gegeben, dass der mehrfach vorbestrafte Deutsche im Fall "Maddie" unter Mordverdacht steht.

Der 43-jährige mehrfach vorbestrafte Christian B. steht unter dringendem Verdacht, die vor 13 Jahren verschwundene Madeleine "Maddie" McCann aus einer Hotelanlage in Portugal entführt zu haben. Der Junge war an einem Strand an der Algarve verschwunden, als seine Mutter und ihr Lebensgefährte ihn kurz aus den Augen gelassen hatten. Die Spur überführte den Deutschen: Er wurde für die Tat an einer 72-jährigen Amerikanerin in erster Instanz verurteilt, da seine DNA in einem Haar vom Tatort in Portugal nachgewiesen werden konnte.

Haus von Christian B
Wurde Maddie hier versteckt? In diesem Haus in Portugal lebte Christian B. eine Zeit lang

Weitere Mutmaßungen zu dem 43-jährigen Tatverdächtigen kursieren durch die Medien. So verbüßte er unter anderem wegen sexuellen Kindesmissbrauchs eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, aus der er im August 2018 entlassen wurde. Denn zuletzt verurteilte ihn das Landgericht Braunschweig am 16. Dezember 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft.

Unter anderem wohnte der mutmaßliche Täter für einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz - dem Ort, an dem Madeleine am 3. Mai 2007 verschwand. Das Urteil sei bislang nicht rechtskräftig. Die Revision liegt noch beim BGH.

Es gibt viele Hinweise, aber die Beweiskette ist nicht geschlossen. Jedoch erklärte ein Ermittler in der aktuellen Ausgabe: "Die damaligen Informationen reichten nicht für Ermittlungen aus, und schon gar nicht für eine Festnahme".

Doch viele Fragen sind noch offen. Was genau der Auslöser für die Veröffentlichung und einen erneuten Zeugenaufruf war, blieb unklar. Möglich sei eine sexuelle Motivation oder dass nach einem zunächst geplanten Einbruch spontan auf ein Sexualdelikt umgeschwenkt wurde.

Zwar konnten die Ermittler belastende Indizien gegen Christian B. sammeln, ein entscheidender Beweis fehlt aber.

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