TUI und Boeing einigen sich auf Schadenersatz

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TUI werde somit in den kommenden Jahren weniger Flugzeuge von Boeing abnehmen. Die Kompensation wird schrittweise im Zuge der kommenden zwei Jahre erfolgen. Über die Details schweigen beide Seiten.

Die am Mittwoch veröffentlichte Vereinbarung sieht vor, dass die insgesamt 61 bestellten 737 Max später ausgeliefert werden als zunächst geplant. Die Zahlungspläne würden "dementsprechend angepasst". Zudem unterstütze es die Planung, die Flugzeug-Flotte zu verkleinern und den Kapitalbedarf für Flugzeug-Investitionen zu senken. Damit reduziere sich der Kapital- und Finanzierungsbedarf "deutlich".

Im vergangenen Geschäftsjahr war TUI früheren Angaben zufolge ein Schaden von 293 Millionen Euro durch den Ausfall der Boeing-Maschinen entstanden.

Tui-Chef Fritz Joussen spricht von einer "fairen Einigung", mit der "ein Großteil der durch das Flugverbot der 737 MAX entstandenen Kosten" ausgeglichen werden. Mit der neuen Auslieferungsplanung bekommen wir in den nächsten Jahren weniger Flugzeuge. Dies gibt uns erhebliche Flexibilität und ermöglicht uns, das Flottenwachstum dem momentan herausfordernden Marktumfeld zügig anzupassen.

TUI hatte zum Zeitpunkt der Stilllegung 15 Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max in der Flotte, acht weitere waren zur Auslieferung im Jahr 2019 vorgesehen, wie der Konzern sagte. Er ist mit fünf Airlines in Deutschland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Schweden einer der größten europäischen Kunden von Boeing für die 737-Familie.

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